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"Anreise – Die Reise ins Land der Pharaonen"
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Sa. 29.09.2007
11:40 Uhr
Nun ist es endlich soweit: Unser Ägyptenurlaub geht heute los. Um Punkt 11:40 Uhr klingelt Wolfgang an der Türe, um uns zum Flughafen nach Düsseldorf zu bringen. Auf dem Weg durch die City lesen wir noch Tobi auf, der es nicht verpassen möchte uns zu verabschieden.
Ohne viel Verkehr kommen wir gut zwei Stunden vor Abflug um ca. 13 Uhr am Flughafen an. Da man ja im Handgepäck keine Flüssigkeiten mitnehmen darf, haben wir jeder 2 Liter Wasser in die Koffer gepackt. Denn: Ägypten liegt in Afrika, in Afrika ist überall Wüste, wo man kein Wasser findet, aber da es dort auch heiß ist, braucht man welches, ergo muss man selbst welches mitbringen. Dieser Umstand und gewiss allein dieser ist der Grund, dass mein Koffer 3,5kg zuviel wiegt. Flos Koffer wiegt aber immerhin auch 1,5 kg zuviel. Wir hoffen also auf die Kulanz des CheckIn Personals und packen im Notfall halt was vom flüssigen Lebensspender wieder aus. Es gibt schließlich wichtigere Dinge, die man mitnehmen muss ;-)
Der CheckIn klappt mühelos und nach einem Spaziergang durch das Terminal, in dem übrigens alle Herrentoiletten gerade gereinigt zu werden scheinen, wenn man sie braucht, verabschieden wir uns von unseren Taxifahrern.
Wir gönnen uns vor der Sicherheitskontrolle, die uns aller Flüssigkeiten entledigen wird, noch mal eine Brotzeit mit Sprudelwasser und Leberwurstbrötchen.
Auch die Sicherheitskontrolle passieren wir ohne große Zwischenfälle… OK, jeder wirklich jeder Gast piepst und wird abgetastet und ich trete voller Elan meine Kontrolleurin, als sie meine Schuhe checken will, aber im Grunde läuft alles problemlos. Nach wenigen Minuten ‑ ca. 30 - dürfen wir auch endlich ins Flugzeug einsteigen.
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unser Flugzeug von Egypt Air |

Ich bin Du und Du bist ich. |
Zu unserer Überraschung sitzen wir zu zweit auf einem Dreiersitz und freuen uns über die zusätzliche Ablagemöglichkeit. Man muss sagen, dass Egypt Air sogar viel Beinfreiheit bietet. Die Fenster sind allerdings eher Lichteinlässe als wirklich Fenster durch die man draußen viel sehen kann, da sie völlig zerkratzt sind, wovon auch immer. Als das Flugzeug losrollt, kommt über die Lautsprecher ein arabischer Gebetsgesang, den wir für ein Gebet für einen sicheren Flug halten. Auf der anderen Seite des Gangs sitzt auch ein muslimischer Mitbürger, der während des Startvorgangs die Augen schließt und betet. Im Stillen hoffe ich, dass das Flugzeug nicht nur durch Gebetskraft in der Luft gehalten wird… Während des Flugs gibt es gegen 16 Uhr ein recht schmackhaftes Essen „Beef or Chicken“ und einen Film – sogar auf Deutsch. Leider habe ich während des Vorspanns meine technischen Fähigkeiten auf die Probe gestellt und versucht meinen Kopfhörer an einer Schraubenöffnung anzuschließen. Somit bleibt mir der Titel unbekannt. Die Schauspieler (Nicolas Cache u.a.) sprechen aber für sich und der Film muss einfach gut sein. Schnell erkenne ich, dass ich den Film tatsächlich nicht kenne, obwohl er spannend und richtig gut ist. Mitten im Film bemerkt auch Flo, der bisher in die Ägyptenreiseführer vertieft war, dass er wohl was verpasst hat. Aber anstatt mitten im Film auf die Story zu stoßen, bleibt er hart und schmökert sich wieder in seinen Reiseführer zurück, bittet mich aber, mir beim Abspann den Titel des Film zu merken. Beim Abspann schaue ich dann auch ganz genau hin, aber wie man erwarten kann, kommt der natürlich nicht mehr. Somit muss ich mir eine Notiz im Kopf machen bei Gelegenheit nach „Nicholas Cage, 2 Minuten in die Zukunft und Frank Cadillac“ zu googlen. Im Verlauf des Flugs wird es nach und nach später und irgendwann können wir auch einen wundervollen Sonnenuntergang sehen. Dieser wird sogleich mit lauten Gebetsgesängen aus den Flugzeuglautsprechern begleitet und der ein oder andere Muslime kniet sich auf den Boden des Gangs und betet mit. Kurz darauf wuseln die Stewardessen wieder durchs Flugzeug und bringen den bisher hungrig gebliebenen Muslimen ihr Abendessen. Da wir gerade Ramadan haben, dürfen diese von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder etwas trinken noch essen. Das heißt, die Armen mussten uns zwei Stunden zuvor zuschauen, wie wir uns bereits mit dem Flugzeugmahl den Bauch voll geschlagen haben. Während des Sinkflugs auf Kairo schauen wir schon ganz gespannt nach unten, um eventuell die Pyramiden sehen zu können. Doch als wir auf der anderen Seite die „Oh! Ah!“ Rufe hören, ist uns klar, dass wir die Pyramiden heute wohl nicht mehr beleuchtet von oben betrachten können. |
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