Letzte Aktualisierung

21.10.2007

Tag 1
   
Kurztrip

Fortsetzung...

Um Punkt 19.50 Uhr landet unser Flieger am Cairo Intl. Airport. Schon gleich beim Eintritt in das Terminal lacht uns ein Schild „Berge & Meer“ und sein Träger, ein junger Ägypter namens Islam, an. Er sammelt zunächst seine Schäfchen, 10 ALDI Bucher aus Düsseldorf ein und dann von allen die Flug-E-Tickets (auf denen alle weiteren Flugdaten verzeichnet sind) und die Visumvoucher ein. Glücklicherweise habe ich von allem eine Kopie gemacht, so dass ich diese Unterlagen mit ruhigem Gewissen abgeben kann. Islam klebt in jeden Reisepass ein Visum ein und schickt uns zur Sicherheitskontrolle, durch die wir noch müssen, um an unsere Koffer zu kommen. Er versichert uns auf der anderen Seite zu warten und uns bei den Koffern zu helfen. Wir suchen uns die scheinbar kürzeste Schlange aus, aber wie Murphys gesetzt besagt, geschieht alles anders und meistens als man denkt. So wandern die Schlangen um uns herum stetig weiter, nur unsere Stockt und geht gaaanz langsam voran. Vermutlich haben wir genau die Schlange erwischt, in der alle potentiellen Terroristen stehen. Nach ca. 15 Minuten, in denen wir vielleicht vier Plätze vorangekommen sind, entschließen wir uns dann doch für eine Nachbarschlange. Siehe da, schwuppdiwupp sind wir durch. Auf der anderen Seite winkt uns Islam schon herbei und erklärt uns, dass wir unsere Koffer vom Transportband nur auf den zur Verfügung stehenden Wagen legen müssten. Er reicht uns Aufkleber mit den Zimmernummern, die wir auf die Koffer kleben sollen, so dass die Kofferträger uns dann die Schlepperei abnehmen können. Nachdem der Kofferträger unsere Koffer dann auf den Wagen gehievt hat, verlangt er Bakschisch… da wir noch recht unerfahren damit sind, drücke ich ihm mein letztes deutsches Kleingeld – 0,20€ - in die Hand und stelle mich zu unserer Reisegruppe. Nachdem nun alle Koffer auf dem Wagen sind und alle Reisenden zusammengefunden haben, geht es Richtung Bus. Dort werden alle Damen mit einem hübschen Strauß Blumen begrüßt. Während die Koffer nun in den Bus verfrachtet werden, verteilt Islam auch noch Käppis mit ALDI Emblem, braune Schirmchen für Männer und pinke für Frauen… ob ich wohl noch tauschen kann?! ;-) Wir beschließen diese nach einem obligatorischen Foto nicht mehr anzuziehen, empfinden dies aber als nette Geste.
Auf der Fahrt zu unserem Hotel geht es quer durch die Innenstadt von Kairo. Hier ist massenhaft los. Scheinbar scheint es hier keine Verkehrsregeln zu geben, denn alle fahren einfach dort wo Platz ist, hupen sich den Weg frei oder fluchen wild mit den Armen herum. Islam erklärt uns die hiesigen Verkehrsregeln, die besagen, dass der Stärkere bzw. Schnellere gewinnt. Hupen ist zwar verboten, doch jeder hupt scheinbar ständig wild in der Gegend rum. Doch später sollen wir noch erfahren, dass ein kurzes Hupen bedeutet, dass der Fahrer einen gesehen hat und man fahren bzw. als Fußgänger gehen kann. Sollte allerdings ein langes Hupen ertönen, bedeutet dies, dass der Fahrer einen zwar gesehen hat, aber auf keinen Fall anhalten wird, man muss sich also sputen aus dem Weg zu kommen.

Jede Dame erhält einen Blumenstrauß...

...und alle bekommen ein Käppi geschenkt

Als wir ca. 45 Minuten später am Hotel ankommen, werden wir gleich aus dem Bus in einen Konferenzraum geführt, in dem bereits 35 weitere AlDI-Reisende auf uns warten. Der Rest der Gruppe ist bereits vor uns aus den Städten Berlin, München und Frankfurt gekommen. Nachdem sich jeder einen kleine Stärkung in Form eines Getränks (ich glaube das eine ist Malventee) und ein paar Snacks versorgt hat, erklärt uns Susi, unsere Reiseführerin für die nächsten 9 Tage, dass wir uns gleich die Zimmerschlüssel bei ihr abholen können und wie der morgige Tag ablaufen wird. Der erste Schock des Urlaubs besteht darin, dass wir um 6 Uhr geweckt werden und es um 7 Uhr losgeht… naja gut, wir wollen ja auch was sehen.
Wir holen uns also den Schlüssel und gehen zunächst in Richtung Bankschalter um ein wenig Geld für unterwegs umzutauschen. Jeder tauscht auch noch ein wenig Kleingeld, so dass wir für Bakschischanfragen gewappnet sind. Danach machen uns auf den Weg in Richtung Zimmer. Da es sich hier um ein Resort handelt, sind die Zimmer alle in kleinen auf dem Gelände verteilten Gebäuden verteilt, so dass wir uns erstmal orientieren müssen. Wir scheinen ziemlich hilflos auszusehen, jedenfalls stürmt ein Portier auf uns zu und will uns unbedingt helfen. Müde wie wir sind, lassen wir die Hilfe zu und uns ist natürlich gleich klar, dass der auch nicht ohne Baschisch wieder geht. An einigen Palmen und elektrischen Fliegenfallen vorbei erreichen wir schon bald unser Zimmer und der Portier lässt es sich nicht nehmen uns auch gleich überall Licht anzumachen und uns den Fernseher mit dem hoteleigenen Werbesender einzuschalten. Als er damit fertig ist, gibt Flo ihm einen Pfund und er verschwindet endlich. Das Zimmer ist recht geräumig und sauber, doch unsere Betten stehen leider auseinander. Das Bad ist auch recht groß und die Armaturen sind sogar deutsch beschriftet: „kalt“ und „unheimlich heiß“ ;-)
Da unsere Koffer leider noch nicht da sind und wir ein weiteres Bakschisch vermeiden wollen, gehen wir noch mal raus, um ein wenig über das Gelände zu schlendern. Auf dem Weg sehen wir auch schon den Kofferträger in unsere Richtung gehen, so dass die Runde recht kurz ausfällt.
Wieder zurück im Zimmer machen wir uns noch schnell bettfertig und schlafen schnell mit Vorfreude auf den nächsten Tag ein.
 
Ägypten