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21.10.2007

Tag 2
   
Kurztrip

"Kairo – Die Pyramiden sehen im Fernsehen aber größer aus"

Sonntag 30.09.2007

*schrill, schrill* Das Telefon klingelt. Der Weckruf! Müde dreht Silvia sich um, hebt das Telefon ab und macht schließlich das Licht an. Müde dreht sie sich wieder zu mir und scheint wie ich auch noch völlig verschlafen zu sein. Nach weiteren 5 minütigem Dösen, frage ich Sie, wie spät es denn sei. Müde dreht sie sich um, stockt kurz, sagt: „Es ist erst 2:40 Uhr!“, und macht das Licht wieder aus. Wir schlafen beide sofort wieder ein…

*schrill, schrill* Das Telefon klingelt. Der Weckruf! Müde dreht Silvia sich um, hebt das Telefon ab, macht das Licht an, schaut auf die Uhr und sagt: „Diesmal stimmt die Zeit. Es ist 6:45 Uhr“. Nach einer erholsamen Dusche, (unheimlich heiß ist tatsächlich unerträglich heiß), geht’s rüber zum Frühstücksbuffet. Hier sind für die „Berge & Meer“ Reisegruppe sogar Wir haben ziemlich genau noch 30 Minten Zeit bis der Bus losfährt. Also nichts mit gemütlich Essen, wobei das für Silvia sowieso egal scheint, da sie noch nicht viel essen kann. Ich mache mich mit ebenfalls wenig Appetit über das reichhaltige Buffet her. Gegen 7:50 Uhr gehen wir noch mal schnell ins Zimmer, cremen uns mit 20er Sonnenmilch ein und schnappen uns schnell den Rucksack. Zwei Minuten nach acht treten wir aus der Hoteltüre, werden von Susi schon erwartet und sind natürlich die Letzten, die in den Bus einsteigen. Wir merken uns für die nächsten Tage, pünktlicher zu sein.

Unser erstes Ziel sind die berühmten Pyramiden von Gizeh. Da wir unser Hotel bereits in Gizeh liegt, dauert es nicht lange und wir können zwei der drei Kolosse schon vom Fenster des Busses aus sehen. Auch heute morgen ist wieder viel Verkehr und wir kriechen förmlich über die Hauptstraßen. Susi hat sich vorne zum Busfahrer gesetzt und erzählt uns über Mikrofon, dass wir heute noch Glück haben mit dem Verkehr. Es käme wohl häufiger vor, dass man hier mehrere Stunden steht, um über den Verteiler in eine bestimmte Richtung zu kommen. Auf dem Weg sehen können wir nicht nur dem Verkehrstreiben zuschauen, sondern können einem Dattelbauern bei der Ernte zuschauen. Faszinierend, wie diese Leute barfuss die Palme hochklettern, nur mit einem Seil um den Baum gesichert. Bevor wir bei den Pyramiden ankommen, gibt uns Susi noch einen Namen: „Engelchen“. Sie meint dass sie uns in den folgenden Tagen so häufig rufen muss, dass sie uns einen außergewöhnlichen Namen gibt, damit wir immer wissen, wann wir denn gemeint sind.

Verkehrschaos pur in Kairo

Nach ca. 30 minütiger Fahrt kommen wir endlich auf dem Gizeh Plateau an. Susi erklärt uns, dass wir zunächst alles im Bus lassen müssten und zu Fuß durch eine Sicherheitskontrolle gehen müssten, danach würden wir uns noch mal im Bus zur weiteren Besprechung treffen. Gesagt getan. Unter Sicherheitskontrolle verstehe ich zwar mehr, als nur durch ein Piepseportal zu gehen ohne darauf zu achten ob es piepst oder nicht, aber gut… wenn das hier so üblich ist *schulterzuck*… Ich als Bombenleger hätte die Bombe ja im Bus durch die Sicherheitskontrolle geschmuggelt *grinz*. Zurück im Bus warnt Susi uns vor den allzu aufdringlichen Händlern hier an den Pyramiden. Sie wollen einem scheinbar etwas schenken und lassen einen dann auch so lange in Ruhe, bis man wieder fast im Bus ist. Dann soll man doch etwas für die Ware bezahlen und wenn man sie zurückgeben möchte, ist sie schon benutzt und man muss mindestens Nutzungsgebühren abdrücken.
Nach diesen einführenden Worten haben wir 20 Minuten Freizeit an der großen Cheops Pyramide. Die Besichtigung der Pyramide ist recht kompliziert, da nur 300 Tickets pro Tag verkauft werden.

Die Cheopspyramide - einfach gigantisch

Ein Touri in Gizeh

Susi versicherte uns aber, dass die Besichtigung der zweitgrößten Pyramide, der Cheffrenpyramide viel günstiger wäre und dort die Luft auch nicht so schlecht wäre. Wir machen uns also auf den Weg ein paar schöne Fotos zu machen. Während ich mit Fotografieren beschäftigt bin, kommt auch schon ein Händler auf Silvia zu und möchte ihr Postkarten andrehen. Sie verneint beharrlich, kann jedoch nicht verhindern, dass der Händler ihr ein Geschenk macht. Er setzt ihr einen kleinen Gipsskarabäus auf die Bauchtasche. Sie versucht ihm das Ding zurückzugeben, doch er ist ganz schnell verschwunden. Kaum ist der eine Weg, kommt der nächste und will uns unbedingt seine Kamele zeigen. Auch davor wurden wir gewarnt und blocken gleich ab. Doch der Händler ist hartnäckig, legt Silvia einen Schal um den Hals und möchte, dass ich ein Foto von ihm mache. Wir verneinen beide und versuchen ihn loszuwerden. Silvia scheint so genervt, dass sie mir zu verstehen gibt, einfach ein Foto von ihnen zu schießen um ihn loszuwerden. Obwohl der Händler zuvor versichert hat, dass das Foto kostenlos sei, kommt er jetzt natürlich an und beharrt auf sein Bakschisch. Sauer gebe ich im 1 LE (ägyptisches Pfund = 0,14€) und als er nach Euro verlangt, biete ich ihm an, dass ich den Pfund auch wieder einstecken kann. Er versucht nun noch als kleines Bakschisch für seine Kinder den Skarabäus von Silvia zu ergattern, indem er versichert der Bruder des ersten Händlers zu sein. Uns wird das zu bunt und wir verschwinden schnell von dieser Stelle. Man darf die Pyramiden zwar nicht besteigen, doch es gibt Stufen hoch zum Grabräubereingang, der den originalen Eingang, der zum Schutz vor eben jenen Grabräubern verschüttet worden ist, ersetzt hat.

 
Ägypten