Dienstag 02.10.2007
Gegen kurz nach 6 Uhr wache ich auf und merke, dass auch Silvia schon wach zu sein scheint. Um ca. 3 Uhr heute Nacht hat das Schiff abgelegt, aber davon haben wir beide nichts mitgekriegt. Wir tappen auf unseren kleinen Balkon und bewundern die Aussicht auf das Nilufer. Jetzt sind wir raus aus den großen touristisch besiedelten gebieten und fahren durch das echte Ägypten. Hier und da können wir kleine Fischerboote sehen, deren Insassen uns unsicher anschauen. Das Ufer ist mit hohem Schilf im sumpfigen Boden bestellt. Die Wege entlang des Ufers bestehen aus platt getretenem Lehm, auf dem hier und da ein bepackter Esel entlang spaziert. |

Ägypter auf dem Weg zur Arbeit
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Transport von Steinen
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Wir reißen uns nur schwer von diesem Anblick los und machen uns fertig und voller Neugierde gehen wir zunächst hoch auf Deck, um einen besseren Ausblick zu haben. Wir setzen uns ganz vorne an den Bug und erkennen schnell, dass wir kurz vor Esna sind, der Schleuse von der Susi gestern erzählt hat. Wir sehen weit hinter uns nur ein einziges Schiff und können uns kaum vorstellen, dass hier für gewöhnlich dutzende Schiffe darauf warten durch den vor uns liegenden Engpass zu fahren. |
Das nun folgende Manöver ist sehr abenteuerlich. Die Schleuse hat eine Breite von 16 Metern und das Schiff ist ca. 15 ½ Meter breit. Anhand der Schleusenwand ist schnell klar, dass unser Schiff nicht das Einzige ist, das eine so knapp bemessene Breite hat. Der Kapitän steuert unser Schiff langsam und vorsichtig in den engen Kanal und stößt nur leicht an die Schleusenwand. Der Stoß wird durch Tauknäuel, die an der Bordwand hängen, abgefedert und verhindert das Schlimmste. Kurz darauf schließt sich die Türe hinter uns und es wird Wasser in die Schleuse gepumpt. Nachdem die 3 Meter Wasserhöhe ausgeglichen wurden, geht vor uns die Schleusentüre auf und wir schippern weiter Richtung Süden. |