30.08.2004
7:30 Uhr:
*ich wache auf*
Seltsam, ohne Wecker werde ich so früh
wach. Dabei wollte ich doch ausschlafen. Na schön, dann schreibe
ich halt schon mal den Tagebucheintrag von gestern, schließlich
ist es hier oben ja gemütlich.
8:30 Uhr:
Nach dem Duschen gehe ich zum Frühstücken.
Manfred sitzt bereits am Tisch und Tamara kommt auch gerade rein.
Na das nenne ich Timing.
Er fragt uns, was wir denn so vorhaben und wir erzählen ihm
von dem Erdbeben-Präventions-Center in Yokohama. Außerdem
wollen wir ja auch noch den Alk kaufen und natürlich das
Hard Rock Cafe Shirt holen.
9:30 Uhr:
Manfred hat beschlossen mitzukommen,
da er nicht so viel Arbeit hat. Also düsen wir nun zu viert,
Tomoko bringt uns zum Bahnhof, los Richtung Yokohama.
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10 Uhr:
Unser erster Stopp gilt dem Präventionscenter.
Dort angekommen wird uns klar, dass dies hier nicht wirklich für
Erwachsene gedacht ist, aber da uns hier ja keiner kennt, machen
wir uns den Spaß und probieren alles aus.
Zunächst kann man (natürlich in dem man Knöpfchen
drückt) sehen, welche Gebäudebauweise am Besten ist, um
einem Erdbeben Stand zu halten. Man kann hier auch beobachten, wie
ein Minitornado entsteht, oder eine Überschwemmung zu Erdrutschen
führt.
Dann kommen wir zum richtig interessanten Teil: der „Erdbebenkammer“.
Hier kann simuliert werden, wie sich das Erdbeben von 1923 in Kanto
angefühlt hat. Die Richterskala zeigte damals ca. 8,4 an.
Tamara und ich stellen uns in diesen kleinen Raum, an dessen Wänden
Möbel und Einrichtungsgegenstände aus Schaumstoff simuliert
sind. Nun beginnt die Erde an zu beben. Trotz der Vorwarnung, dass
wir wahrscheinlich von den Füssen gerissen werden, bleiben
wir beide stehen wie Bäume, räumen sogar zwischendurch
auf ;-)
Spaß hin, Spaß her, es hat aber deutlich gezeigt, dass
es schon sehr sehr unheimlich wäre, wenn die Erde so stark
beben würde, ohne dass man in dieser Simulationskammer steckt.
Weiter geht es nun in den Rauchsimulationsraum.
Hier soll gezeigt werden, dass man am besten am Boden kriecht, wenn
alles voller Qualm ist, da dort logischerweise der Sauerstoff bleibt.
Tamara und ich sollen nun durch ein Labyrinth aus Türen und
Gängen kriechen und maximal 10 cm über dem Boden bleiben.
Wir robben also durch die Räume und finden schließlich
auch den Ausgang. Der erste Blick auf die Hände zeigt…
Wow, dass ist hier ja saudreckig… der zweite Blick auf die
Hose bestätigt dies im nu und auch die Schuhe sind nicht wirklich
sauber geblieben. Ein wenig skeptisch schauen wir die Führerinnen
an und fragen nach einer Möglichkeit uns wenigstens die Arme
zu säubern. Ich frage mich, ob die da drinnen nie wischen,
oder ob wir vielleicht gar nicht kriechen sollten… *grübel*. |

so möchte ich mein Haus nicht bauen

So auch nicht, bei mir würde die Lampe
höher hängen

aber der Boden ist bequem
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Nächster
Stopp die „Dunkelkammer“ Hier ist es stockduster und
man muss versuchen eine Türe zu finden… die Türe
die aufgeht sollte man dazu erwähnen. Diesmal hält es
auch Manfred nicht mehr draußen und er kommt mit rein :-)
Die Türe wird hinter uns geschlossen und wir tasten uns blind
durch den Raum. Relativ schnell finden wir aber den Ausgang und
freuen uns, dass es wieder hell ist…
Zum guten Schluss bekommt noch
jeder von uns einen Schlüsselanhänger mit Notlampe und
Notpfeife, falls man mal verschüttet wird. |
11 Uhr:
Nach dem Abenteuer im Erdbebencenter
gehen wir nun Richtung Bahnhof, um zum Queenssquare zu fahren. Dort
befindet sich das Hard Rock Cafe, in dem wir uns natürlich
gleich unsere Beweisshirts kaufen. Wir schauen uns hier noch ein
bisschen um und fahren das erste Mal, die „runde Rolltreppe“.
12 Uhr:
Da es bald… Mittagessenszeit ist,
marschieren wir los, Richtung China Town (noch ein ganzes Stück
entfernt), da es dort immer eine günstige Gelegenheit zum Essen
gibt.
14 Uhr:
Nach einem langen Fußmarsch und der Suche nach etwas kühlem,
erfrischendem zu trinken, haben wir nun endlich den Laden in der
HongKongRoad gefunden, in dem wir nun einkehren. Zu unserer Verwunderung
schmeckt das chinesische Essen, wie bei uns zu Hause, was wieder
mal beweist, dass unsere Chinesen sehr gut sind.
15 Uhr
Manfred verlässt uns nun, da er wohl doch noch etwas tun muss
zu Hause und es auch recht schwül und heiß geworden ist.
Da wir in Yokohama nichts mehr wissen, wo wir noch hin sollen, fahren
wir einfach mit Hilfe unseres heute noch gültigen Railpasses
nach Tokio, um nun schon unsere Souvenirs zu kaufen.
16 Uhr
In Asakusa decke ich mich mit allem nötigen Krimskrams ein
und dann fahren wir weiter nach Ginza. Dort möchte Tamara noch
den Reiswein und Reisschnaps kaufen.
Unser Weg führt uns sogleich
in das nächstbeste Kaufhaus „Mitsukochi“. Dies
betreten wir von der U-Bahnebene aus, direkt in der Lebensmittelabteilung.
Hier werden überall kleine Kostproben verteilt, an denen man
sich satt essen kann. Am meisten beeindruckt uns jedoch ein Stand,
der kleine Eiskonfektpralinchen verteilt. Die sind soooo lecker,
dass wir sogar noch ein zweites Mal ganz unauffällig dran vorbeigehen,
da die Schokolade so schön auf der Zunge zergeht und endlich
mal nicht aus Bohnenmus besteht.
Ein Stückchen weiter entdecken
wir auch die Alkoholabteilung. Nach einer kurzen Frage nach „Shochu?“
bekommen wir auch gleich einen Schluck „Sake“. Ich merke,
dass das wirklich gut schmeckt und beschließe für zu
Hause auch ein Fläschchen mitzunehmen. |

beeindruckender Queenssquare

hier gibt es einiges zu sehen

sogar runde Rolltreppen

auf zum Einkaufen
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17 Uhr
Jetzt zum guten Schluss des Tages kaufen wir uns noch ein Joghurtsofteis
und setzen uns draußen auf ein U-Bahn Mäuerchen von dem
aus wir die Strasse beobachten können. Sehr beeindruckend finden
wir den mit drei Personen besetzten Streifenwagen der Polizei, der
langsam an uns vorbei rollt. Ich kann es mir natürlich nicht
verkneifen, sofort ein Foto von den drei behelmten Beamtinnen im
Auto zu machen. Die finden dies aber auch ganz lustig und grinsen
sogar freundlich in die Kamera.
19 Uhr
Nach unserer letzten Shinkansenfahrt (das geht von Tokyo aus viel
schneller als mit der komischen Rappelsbahn) kommen wir zu Hause
an. Dort verstauen wir unsere Souvenirs, holen noch die Mails, schauen
einen Film „Midnight Run“ und beenden den Tag mit der
Beobachtung des Taifuns vor dem Fenster, der die Nacht wohl über
Yokohama zieht… (Cooles Schauspiel!! :-))
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ein leckeres Joghurteis auf den Strassen Tokios

und die Polizei sieht zu
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