| 01.09.2004
7:10 Uhr: *ich wache auf*
„Komisch“, denke ich mir, „eigentlich muss doch
der Wecker längst geklingelt haben…“. Ich drehe
mich um und merke, dass Tamara auch bereits wach ist. Nach der Begrüßung
gehe ich dieser Weckersache auf den Grund… ist ja klar…
ich habe vergessen ihn einzuschalten, dann kann da ja nichts funktionieren.
7:30 Uhr:
Wir frühstücken gemütlich und machen uns fertig für
die Tour nach Hakone, der kochenden brodelnden Stadt…
8 Uhr:
Alle sind fertig und wir fahren los… Manfred, Tomoko, Tamara
und ich. Auf dem Weg, erzählt Manfred immer wieder etwas über
die Gebäude oder Stadtteile an denen wir vorbei fahren. Ist
echt toll, einen Einheimischen dabei zu haben, der einem die Kultur
etwas näher bringt :-)
8:45 Uhr:
Unser Weg führt uns hoch auf einen Kraterrand, von dem aus
man für gewöhnlich eine sehr schöne Aussicht hat.
Wir haben zwar Aussicht, aber das Interessanteste, was wir hier
sehen wollten… den Fujisan… der hat sich hinter Wolken
versteckt und zeigt sich nicht :-(
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Der Berg schickt seinen Duft in die Welt |
Die Farbe der Steine zeigt den Schwefelgehalt |
| 10:20
Uhr:
Nicht nur das Bild der brodelnden Berge, sondern auch der Geruch
zeigen, dass wir unser Ziel erreicht haben.
Wir machen uns an den Aufstieg. Hier brodelt und dampft es an jeder
Ecke. Die Bäche an Wasser, die unter den Wegbrücken entlang
fließen, sind milchig vom Schwefel und dampfen vor Hitze.
Das nenne ich eine Hexenküche.
Nur der Geruch der Schwefelbäder ist sehr unangenehm. Man könnte
meinen, jemand würde faule Eier kochen *sich die Nase zu hält*.
Hier und da entdeckt man auch Schilder, die beschreiben, ab wann
man eine zu hohe Konzentration dieser „giftigen“ Gase
eingeatmet hat… Wie schön, dass das alles so ungefährlich
ist ;-)
Auf dem Weg befindet sich auch eine kleine Hütte, in der man
Souvenirs kaufen kann… das Highlight hier sind allerdings
in solch einem Schwefelbad gekochte Eier.
Tomoko überredet uns, doch mal eins zu probieren…
„Die Schmecken wie Ostereier!“, sagt Manfred.
Na schön, bei dem, was wir bisher alles schon probiert haben,
kommt es auf ein schwarzes Ei auch nicht mehr an.
Und tatsächlich… es schmeckt ganz anders als ein Osterei…
es schmeckt irgendwie … schwefelig und es sieht auch nicht
wirklich von innen gesund aus. Die leicht gelbliche Färbung
des Eiweißes verrät schon, wo dieses Ei gelegen hat.
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auch im Wasser sind eindeutige Spuren
zu sehen

"Hmmm, ein Schwefelei... Lecker!"
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11:00 Uhr:
Ein kleiner Stopp am See von Hakone, zeigt uns die Vielfalt an
feinverzierten Holzprodukten, die hier hergestellt werden.
Unsere Tour führt und weiter über die „Skyline“.
Hier hat man einen überwältigenden Ausblick über
das Tal, welches sich unter einem erstreckt.
11:20 Uhr:
Natürlich darf auch auf einer solchen Tour, die Kultur nicht
fehlen. So halten wir auch noch an dem Hakone-Schrein an und erfahren
noch einiges über die Bedeutung der Füchse für
die Reisbauern in früheren Tagen. Auch ist es mal interessant
zu erfahren, was auf diesen Wunschtäfelchen steht. Heute
haben wir ja sogar Einheimische dabei, die uns dies vorlesen können.
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Fast ein Mammutbaum... RIESENgroß

Der Hakone Tempel
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vor dem Tempel eines Fuchses?! Ähm...
oder so ähnlich

"Cheeese!"
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| 12
Uhr
Wer früh aufsteht und früh losfährt, hat früh
gefrühstückt und auch früh wieder Hunger. Unser nächster
Stopp ist also in Moto-Hakone, einem Touristenort, den ein gewisser
Deutscher namens Schmidt aufgebaut hat.
Wir suchen uns ein kleines gemütliches Restaurant und probieren
die Spezialität dieses Ortes… kleine Fische aus dem See
gleich nebenan. Diese haben zwar auch Augen, aber da die kleinen
Biester einpaniert sind, kann man dies geflissentlich übersehen.
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Hmmm... gleich gibt's endlich Essen |
13 Uhr
Nun fahren wir Richtung Meer. Auf dem Weg dorthin kommen wir an
der „Startrampe“ für Paraglider und Hängeglider
vorbei. Wir beobachten diese Könige der Lüfte eine Weile
und geniessen auch hier die einmalige Aussicht.
14 Uhr
Nun sind wir wieder fast auf Meereshöhe und haben auch einen
kostenlosen Parkplatz am Waldesrand entdeckt. Nun geht’s
ab in die Wildnis einen kleinen Trampelpfad entlang. Nach einigen
Minuten Marsch hören wir nun auch das Meer rauschen und kurz
darauf können wir es auch sehen. Wir sind an einer Steilklippe
angekommen und der Anblick ist atemberaubend schön.
Wir wandern noch ein wenig weiter den Pfad entlang und finden
immer wieder schöne Aussichtsorte.
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Steilklippen...

...und Meeresrauschen
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...Wald...

Uns kann im Dschungel
nichts erschüttern
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14:30
Uhr
Wir sitzen gerade wieder an einem dieser Plätze an der Steilklippe,
von denen man aus das Meer betrachten kann und Manfred hält
es für besser, nun wieder umzukehren. Er geht schon mit Tomoko
vor.
Wie am Tage zuvor, kann man
bei Meeresrauschen den Kopf abschalten und einfach nur der Kraft
der Wellen zuhören, wie sie sich langsam einen Weg aufs Land
bahnen.
Nach ca. 10 Minuten halten wir es dann so langsam für Vorsprung
genug und machen uns auch wieder auf in den Dschungel, wo wir auch
relativ schnell die anderen beiden wieder eingeholt haben.
15:30 Uhr
Wo wir eben an einem völlig verlassenen Ort waren, an dem einem
niemand begegnet, so sind wir nun an einer Touristenattraktion angelangt.
Eine Hängebrücke über die Steilklippen. Auch dies
ist ein einmaliger Anblick und bedarf natürlich des ein oder
anderen Fotos ;-)
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Der Blick von der Hängebrücke

"Jetzt verstecke ich mich!"
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Klettertour über die Klippen zum
Meer

Schönes Wetter

und viel Wind
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16
Uhr
Nun ist es langsam Zeit sich wieder auf den Heimweg zu machen.
Wir machen zwischendurch noch einen kleinen Stopp in „Denny’s“
einem amerikanischen Restaurant und machen dort Kaffeetrinken (mit
Lasagne, Eis und Kuchen).
Der Rest der Heimfahrt ist weniger erwähnenswert…
19 Uhr
Wir sind wieder zu Hause angekommen und vollziehen unsere allabendlichen
Rituale. Vom Emails abholen über Abendessen und Fernsehen,
bis hin ins Bettchen gehen natürlich.
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