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"Kyoto
- Die Stadt der Könige" |
| 26.08.2004 |

Huhu, wir sind im Aufzug!! |

der perfekte Garten
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5:50
Uhr:
*gähn* Der Wecker klingelt weiter… Nach etwa 10 Klinglern
erlöst mich Silvia endlich und macht den Wecker aus. Aber es
ist trotzdem nichts mit in Ruhe weiterschlafen, schließlich
wollen wir heute nach Kyoto. Zum Glück haben wir die Rucksäcke
schon gestern gepackt, so dass wir uns jetzt nur noch fertig machen
müssen und nach dem Frühstück sofort los können.
6:20 Uhr:
Manfred fährt uns zum Bahnhof *immer
noch gähn*
6:53 Uhr:
Der Zug fährt wie immer pünktlich
los und wir haben unsere reservierten Plätze gefunden. Da Silvia
aber der Dame beim Reservieren gesagt hat: “A window seat,
please.“, haben wir natürlich prompt die Sitze in der
Mitte und am Gang bekommen. Da sonst nichts los ist, entschließen
wir uns kurzerhand, den Sitz am Gang freizulassen und stattdessen
den Fensterplatz zu besetzen.
7:30 Uhr:
Der Schaffner kontrolliert unsere Reservierungstickets
und lässt uns nach einem skeptischen Blick dort sitzen wo wir
sind, schliesslich tun wir vollkommen unschuldig ;-).
7:45 Uhr:
Der Schaffner kontrolliert den nun neben Silvia sitzenden Japaner,
der sich nicht getraut hat, uns zu verjagen *freu*
Nach kurzer Diskussion bleiben die Besitzverhältnisse wie sie
sind; wir tun schlafend und nichts verstehend und lehnen uns gemütlich
zurück.
7:55 Uhr:
Der japanische Geschäftsmann, der wegen uns seinen Stammplatz
(?!) nicht nutzen konnte, stürmt plötzlich aus dem Zug
und vergisst seine ungeöffnete Teeflasche. So kann ich mir
wenigstens die ersten 120 YEN sparen und muss nicht sofort nach
der Ankunft in Kyoto zu einem Automaten.
9:21 Uhr:
Wir sind endlich angekommen und machen
uns auf den Weg zur Touristeninformation. Dort angekommen müssen
wir feststellen, dass diese erst um 10 Uhr öffnet. Wir lesen
das sowohl auf einem Schild, bekommen es aber auch von einem deutschen
Touristen erklärt, der wohl schon länger wartet und Kontakt
sucht. Den suchen wir aber nicht.
Wir warten draußen in der Sonne und bei frischer Luft.
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der Kyotoer Bahnhof,
ein architektonisches Kunstwerk

der San Jusangendotempel...
und sein Vorgarten

wir finden immer wieder neue Wege zu Tempeln...

...und Stufen,
die erklimmt werden wollen
12 Uhr:
Zum Ginkaku-Ji führt eine Straße
mit jede Menge Souvenirständen. Nach der Besichtigung des
imposanten Tempels und dem Genuss der wunderschönen Aussicht,
bekomme ich an einem der Stände endlich ein Teeservice, das
ich jetzt wohl oder übel die nächste Zeit durch Kyoto
schleppen muss.
Außerdem bekommen wir hier wieder „Ravioli“
angeboten, fragen aber diesmal vor dem Probieren, um was es sich
handelt, um nicht schon wieder süßes Bohnenmus essen
zu müssen. Diesmal haben wir sogar Glück und es gibt
die Teigtaschen auch mit Schokofüllung *freu* Lecker!

...Grillplatz trotz Rauchverbot!!
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10:10 Uhr:
Mit viel Kartenmaterial ausgestattet
machen wir uns auf den Weg zum San Jusangendo Tempel. Dort bewundern
wir hauptsächlich die 1001 Buddhastatuen, von denen keine aussieht
wie die andere und wo jeder Besucher angeblich sein eigenes Gesicht
wieder finden kann. Naja, das gilt wohl nur für Asiaten…
11 Uhr:
Wir sind am Kiyomizudera Tempel angekommen
und dürfen natürlich auch hier nichts im Inneren fotografieren.
Für uns ist es aber selbstverständlich sehr schön,
auch wenn es ohne Bilder schwierig werden wird, die Eindrücke,
den richtigen Tempeln zuordnen zu können. Aber in vielen Tempeln
und Schreinen, haben wir Informationsfaltblätter bekommen,
die wir pflichtbewusst einpacken und für's spätere Lesen
mitnehmen.
11:20 Uhr:
Unsere kulturelle Entdeckungsreise führt
uns nun zum Chion In Tempel, wo besonders die Landschaft sehr beeindruckend
ist. Trotz der Hitze (ca. 35 °C im Schatten und wir laufen durch
die pralle Sonne!!) erklimmen wir auch hier tapfer jede einzelne
Stufe.

Immer wieder ein Blickfang

...der Ginkagu - Ji

...und seine Haustiere

...und sein Grillvorplatz, mit Kellnerglöckchen ;-)
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Päuschen am Fuji...
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Spaziergang durch den Garten
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Auch hier gibt's wieder viele Stufen...
13:50 Uhr:
Am Kyoto Gosho, dem Kaiserpalast, lassen
wir uns eine Besichtigungsgenehmigung für den nächsten
Morgen um 10 Uhr ausstellen. Diese wird sogar in Englisch stattfinden.
15:00 Uhr:
Nun machen wir uns auf den Weg zum
Ryokan Hinomoto, in dem wir die Nacht verbringen wollen. Wir laufen
also durch die Kaisergärten, finden die richtige Straße
und sind natürlich wieder mal der Meinung, dass man die Strecke
problemlos zu Fuß bewältigen kann.
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...und Leute, die sie benutzen...

...wir haben unseren Spaß...
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15:40
Uhr:
Nun haben auch wir eingesehen, dass es
wohl besser ist, den Rest des Weges mit dem Bus zurückzulegen.
16:05 Uhr:
Gut, dass wir den Bus genommen haben!
Sonst wären wir womöglich an der versteckten Seitenstraße
vorbeigelaufen. Aber so konnten wir sie gut sehen und finden unsere
Unterkunft sofort.
17 Uhr:
Wir machen uns wieder auf den Weg, nachdem
wir uns erstmal eine Weile ausgeruht, Tee getrunken und die Yukatas
anprobiert haben.
Schließlich wollen wir
noch etwas von der Gegend sehen, in der man sich laut Reiseführer
besser nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit aufhält…(glücklicherweise
haben wir das erst nach unserem Ausflug gelesen)
18:00 Uhr:
Wir entscheiden uns dazu, im Takashimaya,
einem großen Kaufhaus, zu Abend zu essen. Der Bedienung zeigen
wir also, was wir wollen und machen ihr erfolgreich begreiflich,
dass wir jede ein Menü wollen. Nicht zusammen eins und nicht
jede zwei *gg* Es gibt also Reis, Salat, Hackbällchen und grünen
Tee.
19:30 Uhr:
Nun möchten wir die im Reiseführer
positiv erwähnte Holzbadewanne ausprobieren *vorfreu*.
Wir ziehen also unsere Yukata und zwar "NUR" diese an
und machen uns auf den Weg.
Unten angekommen müssen wir aber leider feststellen, dass es
nur eine 1-Personen-Wanne ist. Schade. Naja, dann duschen wir halt
nur ausgiebig; Duschen gibt es schließlich 2.
20:00 Uhr:
Wir liegen völlig entspannt auf
unseren Futons, quatschen, hören Musik, lesen und schreiben
dieses Tagebuch.

Das Fenster...!!

...die Nische und der Schrank
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Teezermonienversuch... die erste...

Wie trägt man eine Yukata... So?!

...oder vielleicht so?!

...und die Zweite...

...Tamara hat Hunger!!

...Kyoto macht einen ganz schön müde
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...der große Vorplatz des Kaiserpalastes |
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ein Blick in dessen atemberaubende Gärten |
| 8:30
Uhr:
Wir stehen auf und brauchen nach dieser
langen Nacht noch nicht einmal den Wecker.
Auf dem Flur auf dem Weg zum Bad, treffen wir jeweils Amerikaner
und evtl. sogar Deutsche, da sich das Englisch so seltsam anhört.
Wir packen unsere Sachen zusammen und sind traurig, weil wir unsere
lieb gewonnene Yukata hier lassen müssen.
9:15 Uhr:
Wir nehmen den Bus Richtung Kaiserpalast,
da wir um 9:50 Uhr da sein sollen, um an der Führung teilzunehmen.
9:45 Uhr:
Wir laufen wieder durch die schönen
Kaisergärten und kommen pünktlich an der „Passkontrolle“
an. Im Warteraum treffen wir wieder einmal Amerikaner, mind. 4 Deutsche
und eine Dame, die sich uns anvertraut und der Meinung ist auf Australienrundreise
zu sein. Wir lassen sie mal in dem Glauben, halten uns aber die
nächste Stunde lieber mal von ihr fern. ;-)
10 Uhr:
Die Führung beginnt pünktlich
und es ist extrem heiß, so dass wir aus dem Schwitzen gar
nicht mehr raus kommen. Trotzdem ist die Führung sehr interessant
und gehört unserer Meinung nach zu einem Kyoto-Besuch auf jeden
Fall dazu und ist empfehlenswert. (nur wohnen wollte ich da nicht,
da gibt#s ja nicht einmal fließendes Wasser)
10:50 Uhr:
Die Führung ist zu Ende und wir
machen uns auf den Weg zum Kinkakuji Tempel.
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Der Goldene Tempel... |
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...oder auf japanisch: "Kinkaguji" |
| 11:30
Uhr:
Wir machen einen Rundgang durch die Tempelanlage
und sind sowohl von der Landschaft als auch von den Gebäuden
sehr beeindruckt. Auch dieses Ziel ist ein absolutes Muss in Kyoto.
12:30 Uhr:
Nun laufen wir in etwa 20 Minuten zum
Ryoanji Tempel. Hier gibt es einen großen See mit vielen Seerosen
und Koi, die gefüttert werden wollen.
Die Hauptattraktion ist aber ein Zen-Garten mit 15 Steinen in einem
Meer aus Kieselsteinen. Von den 15 Steinen sind immer höchstens
14 von einer Position aus zu sehen. An diesem Steingarten bleiben
wir eine Weile sitzen und genießen den Schatten und die Ruhe.
Dann planen wir hier unseren weiteren Tag. Da wir uns nicht entscheiden
können, was wir uns in Kyoto noch anschauen sollen, da es einerseits
noch so viel zu sehen gibt, uns aber andererseits so heiß
ist und wir müde sind, entschließen wir uns, zum Bahnhof
zu fahren, dort zu essen und dann Richtung Heimat zu fahren, in
Shin Fuji aber einen Zwischenstopp zu machen.
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...hier liegt das Geld auf der Strasse...

Zen ... Meditaion und Entspannung PUR
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13:30
Uhr:
Wir sind an der JR Bus Station angekommen
und treffen dort eine Asiatin, die super Englisch spricht und uns
nach dem Weg fragt. Typisch – sehen wir etwa sogar hier so
aus als ob wir uns auskennen?!? *gg*
14:30 Uhr:
Am Bahnhof angekommen gönnen
wir uns ein Mittagsmenü und damit Frühstück, Mittagessen
und Kaffeetrinken in einem.
Hier gibt es Eiswasser als Free-Refill *megafreu*
15:30 Uhr:
Wir fahren los nach Shin-Fuji. Je weiter wir in diese Richtung fahren,
um so schlechter wird das Wetter.
18:15 Uhr:
Wir steigen in Shin-Fuji aus
und sehen nur Wolken und Dunkelheit, dort wo der Fuji sein sollte.
Schade. Naja, dann laufen wie eben eine Runde um den Block und fahren
weiter nach Shin-Yokohama.
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man Stelle sich an dieser Linie in einer Reihe auf

da kommt der Zug nach Hause
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19:30
Uhr:
Wir rufen vom Bahnhof aus Manfred an,
da es im Zug keine Münztelefone gibt.
20:30 Uhr:
Es gibt Abendessen. Ich gehe danach erstmal
dusche, während Silvia schon ihre Mails checkt.
21:15 Uhr:
Nun bin ich auch am Computer und kann
die wichtigsten Mails bearbeiten. Wir besprechen mit Manfred noch
eben, welche Züge wir Morgen am günstigsten nehmen und
gehen dann in unser Zimmer.
0:30 Uhr:
Silvia schläft schon und ich bin
jetzt auch endlich mit dem Schreiben des Tagebuches fertig.
Gute Nacht!
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