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Tag 1
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21.09.2004
6:45
Frank ist eben gerade zur Türe rein gekommen und wir haben
kaum Zeit zu warten, da hupt es schon vor der Türe. Tamara
ist da und will endlich los.
Wir machen uns also auf den
Weg nach Dortmund (EasyJet war die günstigste Alternative nach
Budapest), um in den warmen Südosten zu kommen. Wir sind uns
zwar nicht sicher, welches Wetter in Ungarn herrscht, aber schlechter
als hier, kann es eigentlich nicht sein (der Scheibenwischer läuft
und die Heizung im Auto kann auch nicht vor Langeweile klagen).
8:20
Nach einer kleinen Pipipause kommen wir in Dortmund am Flughafen
an und suchen den preiswertesten Parkplatz mit der Nummer 6 oder
auch 7. Der liegt natürlich ziemlich abseits, wird allerdings
von einem kostenlosen Shuttlebus besucht. Ich weiß zwar nicht,
ob es nur Zufall ist, aber ich glaube, es gibt an der Haltestelle
sogar einen Rufknopf für den Bus. Nachdem ich einfach mal aus
Spaß drauf drücke, steht der Bus auch schon vor uns ?
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auf zu neuen Abenteuern
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na, ob das alles so klappt, wie ihr euch
das vorgestellt habt?! |
| 8:30
Das Shuttle hält direkt vor dem Terminal des Dortmunder Flughafens.
Dieser ist etwa so groß wie ich ihn mir vorgestellt hatte,
nachdem ich bei der Buchung festgestellt habe, dass Dortmund überhaupt
einen Flughafen hat. Alles ist ziemlich übersichtlich und wir
finden auch gleich die EasyJet CheckIn Schalter. Nur mit zwei leichten
Rucksäcken bewaffnet stellen wir uns in der Schlange an und
freuen uns, endlich mal keine Koffer oder ähnliches aufgeben
zu müssen. Nur Bordkarte abholen und fertig *freu*.
Da wir gerade zu Beginn des
CheckIn, also zwei Stunden vor Abflug angekommen sind und natürlich
auch sehr schnell mit Einchecken fertig sind, haben wir nun noch
viel Zeit, um uns den Flughafen anzuschauen.
Nach 10 Minuten ist auch dies
erledigt ;-)
Um ein bisschen Zeit zu schinden beschließen wir, auf die
Besucherterrasse zu gehen. Frank erkennt sofort, dass es hier auf
dem Vorfeld und den Start- und Landebahnen viel Ähnlichkeit
zu seinem Flughafen gibt. Mir fällt sofort auf, dass es bei
uns auf der Besucherterrasse keine Musik gibt und Tamara fällt
auf, dass es hier keine Flugzeuge gibt *grinz* (den Blick über
die eine kleine Startbahn schweifen lässt).
9:40
Da wir nun genug abgechillt haben und auch sonst nichts Intelligentes
mehr außerhalb des Sicherheitsbereichs mit uns anzufangen
wissen, gehen wir also schon mal zur Durchsuchung. Wie schon von
Köln gewohnt (dort mach ich das ja auch des Öfteren *lach*,
weiß ich, was alles in das Körbchen muss, damit ich nicht
piepse… aber… Pustekuchen, ich piepse und werde durchsucht.
So gründlich wie bisher noch nie, aber was soll’s…
besser zu viel, als zu wenig. Auch Frank kommt nicht drum herum,
sich auf Herz und Nieren durchsuchen zu lassen. Gerade als wir denken,
wir können uns nun endlich mal in Ruhe in den Warteraum setzen,
kommt die Passkontrolle, also wieder was aus dem Geldbeutel kramen…
dahinter schon wieder eine Durchsuchung…. „Die Spinnen
die Engländer!“ ;-)
10:00
Das Boarding beginnt. Da wir früh eingecheckt haben, dürfen
wir natürlich auch früh einsteigen *freu*. Da Frank dieses
Jahr noch nicht geflogen ist und Tamara und ich doch schon ein paar
Stunden im Flieger hinter uns haben (siehe Japan), darf er sich
aussuchen, wo er sitzen will. Er stürmt also gleich in die
letzte Reihe und setzt sich ans Fenster. Gut lassen wir uns halt
ein bischen durchschütteln…
Tja, fliegen ist auch nicht
mehr das, was es mal als 15jährige war. Nachdem man Flüge
nach Asien hinter sich hat, ist man froh, wenn man aus dem Flieger
raus kommt und auch der Ausblick, wird nicht mehr wirklich gewürdigt.
So kommt es, dass wir uns auch im Flugzeug langweilen und uns mit
Blödsinn, Matheaufgaben und Schlafen beschäftigen.
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endlich eingecheckt ...

... jetzt noch schnell telefonieren...

...Geldgeschäfte tätigen...

...sich den Wind durch die haare wehen lassen.

Geschwister auf Tour

"Gibt's hier auch einen Flugahfenplan?"
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12:00
Endlich landen wir. Durch unser Nichtvorhandensein von aufgegebenem
Gepäck, können wir gleich aus dem Ausgang stürmen
und verteilen uns auch strategisch. Einer geht aufs Klo, die anderen
beiden stellen sich am Geldwechselstübchen an.
Frank versucht sich auch sogleich in seinem Geschick in fremden
Ländern Informationen zu erhaschen. Er möchte schon einmal
herausfinden, wo und wie wir an unser 2 Tagesticket für Bus
und Bahn kommen. Er geht also zum nahe gelegenen Informationsschalter
und fragt die „höfliche“ Dame um Unterstützung.
Diese schickt ihn raus zum Bus und meint, dass er dort ein Ticket
kaufen könnte.
Nicht ganz von der Richtigkeit dieser Information überzeugt,
gehen Tamara und ich noch mal zu einem anderen Herrn, der uns dann
auch prompt zum „Busticket-Schalter“ schickt, der genau
in der entgegen gesetzten Richtung liegt…
Dort erhalten wir dann auch jeder ein Ticket, mit dem wir die nächsten
zwei Tage so viel Bus und Metro fahren können wie wir wollen.
Außerdem gibt es auch noch eine Menge Rabatte, wenn man das
Ding hat… also los… Budapest, wir kommen!!
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Zurück in Budapest! |
"Die alten Kisten sollen uns heil in
die Stadt bringen?"
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12:15
Zunächst nehmen wir den Bus, der nach „Kispest“
fährt, der Endstation der Metrolinie M3, einer der drei U-Bahnlinien,
die ganz Budapest mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
machen.
An der Metrostation angekommen, sehen und hören Tamara und
ich gleich wieder altbekannte Bilder und Geräusche. Die Rolltreppen
sind zwei Gänge schneller geschaltet, die Metrobahnen sind
schon „etwas“ älter und quietschen, als wenn
sie nicht nur einen Spritzer Öl vertragen könnten. Auch
in der U-Bahn erinnern wir uns gleich wieder, dass die Durchsagen
hier laut genug sind, dass man sie auch im Schlaf hören würde
(wäre vielleicht was für die Japaner?! ;-) ).
Ohne große Eingewöhnungszeit verstehen wir auch gleich
die Haltestellen, die in den Durchsagen angesagt werden, was wohl
noch ein Überbleibsel unseres Klassenausfluges vor 5 Jahren
ist.
Frank hat da ein paar mehr Probleme und wundert sich schon ein
bisschen darüber, dass wir ganz sicher und ohne großes
Überlegen gleich wissen, wie wir wohin kommen.
14:00
Am „Deak Ferenc Tér“ angekommen hüpfen
wir gleich in die M1, die gelbe Metro, der ältesten, oder
war’s die zweitälteste?!, Metro der Welt und fahren
zum Vörösmarty Tèr, einem der berühmtesten
Plätze Budapests.
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Alles sieht noch aus wie früher.

endlich Futtern!!
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So langsam
sind wir doch alle ziemlich hungrig, aber unsere Erinnerung zeigt
uns ganz deutlich, die nahe gelegene „Vaci utca“, in
der es bei einem Schuhgeschäft runter geht in das Restaurant,
welches in einem schönen Gewölbekeller gelegen ist.
Fast am Ende der Straße angekommen fällt uns ein Restaurant
auf, das ebenfalls unten im Keller angesiedelt ist und die Preise
auf der Karte scheinen ganz passabel. Seltsam ist nur, dass uns
gleich ein Kellner oben am Treppenabsatz erwartet und runter ins
Restaurant führt.
Der erste Blick und mir ist klar „Das ist nicht unser Gewölbekeller!“
… der zweite Blick und mir ist klar „Das ist ein pikfeines
Restaurant!“ … der darauf folgende Gedanke „Wow…
das Essen ist in Budapest echt billig!“ :-D
Hier schlagen wir uns gleich mal den Bauch voll. Die Bedienung kann
deutsch sprechen… ein Zustand der uns beweist, dass dies keine
Stadt ist, in der man über Fremde zu viel lästern sollte,
er könnte doch Deutsch verstehen.
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auf dem Weg zu den Markthallen
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"Sowas will ich auch!"
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15:00
Satt und zufrieden machen wir uns nun auch mal Gedanken darüber,
wie die restliche Zeit hier genutzt werden kann und am Wichtigsten,
was wir die Nacht über machen werden. Geplant war, dass wir
irgendwie die Nacht rum kriegen, ohne ein Hotel zu nehmen, eine
Nacht geht immer…
Nach kurzer Besprechung sind wir uns einig, dass die Margaretheninsel
unser Nachtlager werden wird. Dort ist es ruhig und wir haben eine
Wiese.
Doch der Tag ist noch lang
und wir haben noch viel vor, also geht’s weiter die Vaci entlang
bis hin zu den berühmten Markthallen. Vielleicht lässt
sich ja hier das ein oder andere Schnäppchen machen. |
In den Markthallen
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Vor den Markthallen |
16:00
Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die kulinarische Küche
Ungarns und an vielen Stoffen und Babuschkas (unter anderem mit den
Gesichtern von Harry Potter, George Bush, Saddam Hussein) vorbei,
geht’s weiter mit Bus und Bahn zum Freizeitpark.
Nach ca. 20 Minuten sind
wir an der Haltestelle „Mexiko“ und finden uns auch
dort recht schnell zurecht. Selbstbewusst den Zebrastreifen überquert
und die heranrasenden Autos ignorierend, betreten wir den Park.
Die Stille und Leere ist zwar etwas seltsam, aber da in fast jedem
Häuschen jemand sitzt, lassen wir uns davon nicht wirklich
stören.
Ziel dieses Unterfangens ist, die erneute Benutzung der ältesten
Holzachterbahn der Welt. Hier kann man sich nur mit einem Strick
absichern, der die Seite des Wagens „verschließt“.
Der Rest beruht auf Vertrauen und Abschalten des Kopfes, da einen
sonst das Geratter, Gequietsche, Gewackel und die rostigen Stellen
am Gestell leicht nervös machen könnten.
Um eine Attraktion in diesem
Park nutzen zu können, muss man erneut Tickets kaufen. Diese
bekommt man an einer kleinen Bude, in der eine junge verschlafene
Frau sitzt. Hier lässt es sich Frank natürlich nicht nehmen,
der armen Frau die Arbeit schwerer zu machen, als sie ist. Wenn
wir nicht aufpassen würden… er macht hier einfach alle
Frauen verrückt ;-)
Als zweites testen wir die Loopingbahn. Hier gibt es nur einen Bügel,
der am Becken hält dafür aber einen schönen kleinen
Looping…
Zu guter letzt verprassen wir die beiden restlichen Tickets am Autoskooter.
Nur wir drei sind da, also setzt sich der Betreiber auch noch in
ein Auto und keiner von uns wird geschont. Wir fliegen nur so durch
die Luft und auch der ein oder andere blaue Fleck bleibt nicht aus.
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Kleenes Päuschen
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Vorfreude, auf die erste Abfahrt

Freude bei der Abfahrt
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| 17:30
Der Park ist abgegrast, nun müssen wir so langsam los zu dem
Höhlenlabyrinth. Dieses befindet sich in Buda, es wird also
eine etwas längere Tour.
Nach einer Fahrt mit der M1 und der M2 kommen wir an einem Platz
namens „Mòskva“ an. Sieht hier gar nicht so aus
wie in Moskau, aber viele Bahnen und Busse gibt’s hier.
Einer von denen fährt hoch auf den Budaberg zur Matthiaskirche,
unserem nächsten Ziel. Nach einiger Fragerei und halsbrecherischen
Straßenüberquerungen finden wir die Busstation und werden
noch Zeuge eines beinahe Buscrashs an den Haltestellen…
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Sonderbare Rolltreppen... |
...und sonderbare Verhaltensweisen |
Wir gekommen bei der Kirche an und machen
erst einmal eine kleine Verschnaufpause, bei der wir noch mal
genau nach der Straße schauen, in der das Labyrinth sein
soll.
Auf dem Weg dorthin kommen die Erinnerungen an vergangene Zeiten
und eine etwas längere Suche ins Gedächtnis. Doch aus
Erfahrungen lernt man und so finden wir ohne weitere Probleme
den Zugang in die Höhle.
Hier gibt es für Besitzer der Bahnkarte Rabatt und für
Studenten einen noch niedrigeren Preis.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, deswegen zücke ich meinen
seit 3 Jahren abgelaufenen internationalen Studentenausweis und
der wird nach einem flüchtigen Blick sogar akzeptiert *freu*.
Tamara lässt sich nach meinem Erfolg natürlich auch
nicht lumpen und erhascht sich auch einen Studentenrabatt.
Los geht’s ins Dunkle. Frank und Tamara haben jeweils eine
Öllampe und ich die Kamera. Die Finsternis empfängt
uns sogleich mit unheimlichen Geräuschen. Man hört aus
der Ferne einen Herzschlag und immer wieder tauchen Statuen aus
der Dunkelheit auf, die einem schon einen Schrecken einjagen können.
Das Labyrinth besteht aus verschiedenen Zonen… vom urzeitlichen
über das geschichtliche bis hin zum Labyrinth einer anderen
Welt, in der man gar Abdrücke einer Riesencolaflasche findet.
In einer kleinen beleuchteten Höhle finden wir eine Quelle,
aus der Wein fließt. Frank kann sich kaum zurückhalten
und muss natürlich kosten.
Nach dieser Erfahrung möchte er dann auch mal ohne Licht
den Weg durch die Gänge finden und gibt mir seine Lampe.
Man sagt ja in der Dunkelheit findet man sich selbst, na da bin
ich mal gespannt, wann wir dem Schmerzenschrei folgen können,
den er ausstößt, wenn er mit dem Kopf gegen die nicht
allzu hohe Decke stößt *grinz*.

...unheimliche Dinge...
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Auf in die Tiefen des dunklen Labyrinths...

...wir finden helle Nischen...

...geheime Quellen...

...und viele andere sonderbare Dinge
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19:00
Nach dem obligatorischen Eintrag in das dortige Tagebuch gehen
wir weiter Richtung Fischerbastei. Auch dort gelingt es uns mit
Hilfe der abgelaufenen Studentenausweise günstiger an die
Karten heran zu kommen. Sogar für Frank bekommen wir Studentenrabatt.
Von hier hat man eine einmalige Aussicht auf Pest. Da die Sonne
bereits unter gegangen ist, genießen wir die Lichter der
Stadt und die Ruhe auf der Bastei. Der Tag war bereits sehr anstrengend
und jeder hängt seinen Gedanken nach. Die Temperatur von
bisher 25° C ist nun schon auf noch aushaltbare 20° gesunken.
Doch die Nacht ist noch nicht da… es wird also kälter.
Nachdem wir uns wieder ein wenig erholt haben beobachten wir noch
die Versuche eines jungen Ungarn, seiner Flamme die Liebe zu gestehen.
Auf dem Weg zum Ausgang können wir uns gerade noch zurück
halten, um den beiden nicht ein wenig unter die Arme zu greifen.

...auf Buda von Pest...
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Auf der Fischerbastei...

...kann man einen wunderbaren Ausblick
geniessen...
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20:00
Wir kommen am McDonalds an der Vaci Utca an und genehmigen uns ein
ausgiebiges Abendessen. Es wird ziemlich still eingenommen, da alle
schon recht erschöpft sind.
Nachdem wir alle gesättigt sind, wird die Idee auch ausgesprochen…
„Sollen wir nicht doch lieber ein Hotelzimmer nehmen? Es wird
ja doch recht kühl da draußen.“ Tamara hat noch
das Prospekt unseres Hotels Platanus dabei, das wir damals gebucht
hatten, nur müssten wir dort wohl vorher anrufen. Da Frank
eben eine Bedienung hatte, die deutsch spricht und auch Bekannte
in Leverkusen hat, geht er auch gleich wieder zu ihm und fragt ihn,
ob er nicht ein günstiges Hotel kennt.
21:30
Da es aber doch schon recht spät ist, kann er uns leider nur
noch in die „Tompa Utca“ schicken, da das günstigste
Hotel um diese Zeit keine Leute mehr eincheckt.
Wir versuchen irgendwo ein öffentliches Telefon zu finden,
entdecken aber nur welche mit Telefonkarte, die wir jetzt auch nicht
mehr kaufen können.
Da die Tompa Utca zwischen
unserem jetzigen Standort und dem Platanus liegt, beschließen
wir zunächst im Platanus nachzufragen und ansonsten das andere
zu nehmen. Müde und erschöpft setzen wir uns wieder in
die Metro und fahren mit der M3 nach „Neplèget“.
Auch hier brauchen wir nicht einen Blick auf die Karte zu werfen.
Alles sieht noch aus wie früher. Sicheren Schrittes finden
wir den Eingang zum Hotel.
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22:30
Frank fragt den Nachtportier, ob er noch ein 3er Zimmer frei hätte,
der das auch gleich bestätigt, meint aber gleich, dass dies
auch das letzte freie Zimmer sei. Dieses soll allerdings auch gleich
115,-€ kosten. Ein Spaß, den wir uns so teuer nicht vorgestellt
haben. „Wir brauchen kein Frühstück! Wie viel ist
es denn dann noch?“ – „90,- €“ –
Wir tauschen abwägende Blicke (eigentlich waren 20,-€
pro Nase ausgemacht) „80,-€ und wir nehmen es!“
pokert Frank. Der Portier bleibt stur und ich bin dann sehr negativ
und mache Anstalten zu gehen. „Wann wollen Sie das Zimmer
denn verlassen?“ – „Zwischen acht und halb-neun“
– „Na schön, 80,-€!“. Glücklich
geben wir ihm unsere Personalausweise und nehmen den Zimmerschlüssel
mit der Nummer 108. Erster Stock, klar, hier haben wir schließlich
schon eine Woche gelebt.
Dumm ist nur, dass keiner von uns damit gerechnet hat, dass wir
eventuell Waschzeug brauchen, so hat Tamara nur Deo und eine Zahnbürste
(ohne Zahnpasta) dabei, ich nur eine Haarbürste und Frank…
ja der hat nix dergleichen bei ;-)
Was soll’s duschen kann man auch mit der hoteleigenen Duschseife
(denken wir einfach mal, es sei auch Shampoo) und Handtücher
sind ja sowieso da.
Sofort machen wir es uns auf den Betten bequem, schalten RTL an
(der einzige deutsche Sender) und schauen uns an, was uns dort gezeigt
wird. Das Programm geht über eine Sexsendung, bis hin zu einem
Bericht über fette Pin-up-Girls.
0 Uhr
Auch Tamara und ich folgen nun Franks Beispiel und machen endlich
das Licht aus, um zu schlafen… ein weiches Bett…*schnarch*
…
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Endlich ein bequemes Bett...

...für jeden ein Eigenes...

... na dann... "Bis morgen!"
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