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12:00
Uhr
Es hat zwar gerade erst zur Mittagsstunde geschlagen, aber wir sind
alle so hungrig, dass uns gleich im Begleitheft zu unserer „Welcome
Card“ erkundigen, wo wir welche Rabatte bekommen.
Kurz entschlossen wenden wir uns dem Hard Rock Cafe zu.
Dort soll es ab 10,-€ Verzehr ein Souvenir geben.
Wir essen uns also richtig satt und benutzen dreisterweise auch
noch unsere 10% ADAC-Rabatt.
Da das Souvenir aber nur ein Kofferanhänger war, hat sich dieser
Rabatt aber gut gelohnt.
14:00
Uhr
Zufrieden machen wir uns wieder auf den Weg durch die Straßen
um den Marienplatz. Inzwischen hat sich auch FraHa gemeldet, ein
Mitglied der SHGWGG, das hier wohnt und uns ein bisschen herum führen
will. Er und Wuki sind in 30 Minuten am Marienplatz.
14:30
Uhr
Ohne Probleme finden wir die beiden trotz großen Gewimmels
auf dem Platz und werden erst einmal herzlich Willkommen geheißen.
FraHa fragt auch gleich, was wir schon alles gesehen haben und wundert
sich, dass ich München so wenig kenne, wo ich doch netterweise
Tamara und Dirk bei mir wohnen lasse… „Sie wohnen noch
nicht lange hier?!“ Ich schaue ein wenig verwirrt und Dirk
klärt FraHa darüber auf, dass ich nicht die Unterkunft
bin, sondern auch aus dem Kölner Raum komme.
Kurz entschlossen machen wir uns auf den Weg zu TollWood, einem
alternativen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der „Wiesn“
vom Oktoberfest.
Wir
machen uns also auf den Weg zur S-Bahn, nehmen die richtige Bahn
und fahren los. Nachdem wir umgestiegen sind und insgesamt ca. 10
Minuten gefahren sind, kommen wir auf den „Theresien Wiesen“
an und sind überwältigt von der Größe des Platzes.
An FraHa ist ein Fremdenführer verloren gegangen. Er weiß
sehr viel über geschichtliche Hintergründe und erzählt
auch gleich über die „Bavaria“ eine Staue, die
scheinbar über den großen Festplatz zu wachen scheint.
Wuki möchte uns gerne auf die Statue führen, doch die
Kälte und der schneidende Wind lassen uns vorzeitig Richtung
TollWoodgelände umkehren.
Wir steuern sogleich ein Zelt an „Tief im Wald“. Hier
sind Bäume aufgestellt und ahmen eine Waldidylle nach. Glücklicherweise
ist das Zelt gut beheizt und die Latte Macciatos erledigen den Rest
der Aufwärmarbeit.
16 Uhr:
Die neuesten Neuigkeiten sind erzählt und die weitere Tagesplanung
(Essen und Schneekugelsuche) ist beschlossen.
Wir schauen uns also auf diesem alternativen Weihnachtsmarkt um
und bewundern afrikanische Giraffen (aus Holz), lachen über
das reichhaltige Angebot von Hundefutter und sehen mehr als genug
Stände bei denen für das menschliche körperliche
Wohl gesorgt wird. Ein Stand heißt „Schräglage“
und die Getränkekarte bestätigt gleich die Vermutungen,
der Namensgebung.
Obwohl
wir vor vielleicht 15 Minuten erst aus dem Wald gekommen sind, ist
es schon wieder ungemütlich kalt und wir steuern neuerlich
ein zelt an. In diesem nun ist ein Bazar, bei dem, wie draußen
auch, alles Mögliche an Tinnef verkauft wird.
17
Uhr:
Das Bazarzelt ist abgearbeitet und nun, weniger aus Aufwärmgrünen,
als ehr aus hungrigen Gründen ;-) geht es auch gleich wieder
in ein anderes zelt… das Fresszelt.
Hier gibt es fast alles was das hungrige herz begehrt… Chinesisch,
Crepes, Pommes, Bratwurst (0,5m lang)…
FraHa wählt die Bratwurst und die drei Kölner sind noch
satt vom HardRockCafe, so dass wir uns nur staunenderweise mit ihm
an den Tisch setzen und nicht umhin kommen, zwei Damen dabei zu
beobachten einen „Korb für 2“ zu essen, in dem
Nachos, Kalamares, Pommes, Hähnchenschenkel und Frühlingsrollen
sind. Das sonderbare ist einfach nur, dass ein Korb, der für
eine Person gedacht ist, schon für 2 ausgereicht hätte
und die beiden nicht so aussehen, als wenn sie wirklich so viel
essen könnten.
Es dauert auch gerade so lange, wie Wuki und fraHa brauchen um ihr
essen zu verspeisen, da bieten uns die beiden Damen ihren noch dreiviertel
vollen Korb an. Das Essen ist zwar nicht mehr ganz heiß, aber
wir bekommen als Entschädigung auch noch die Pfandmünze
für den Korb, die uns noch einen Euro Gewinn bringt.
17:30
Uhr:
Wiedermal gut gesättigt, machen wir uns nun auf die Suche nach
dem Zelt, in dem Wuki so viele Schneekugeln gesehen hatte.
Wir haben nun auch nicht mehr viel Zeit, da wir bald bei Steffi
sein müssen, denn „die Unglaublichen“ warten nicht
auf uns…
18
Uhr:
Wir haben das Zelt verlassen und machen uns wieder auf den Weg zum
Marienplatz, damit es nicht mehr ganz so weit zu Steffi ist und
wir auch pünktlich bei ihr sein können. Sie hat sich zwischenzeitlich
auch schon gemeldet und wollte sicher gehen, dass wir auch zeitig
bei ihr sind…
Statt gleich bis zum Marienplatz zu fahren, steigen wir am Hauptahnhof
aus und spazieren den Rest des Weges, um noch etwas von der Stadt
zu sehen. FraHa fallen auch hier wieder Geschichten ein, die ihm
unsere Aufmerksamkeit sichern. „Hier haben einst die prostituierten
in ihrer Arbeitskleidung gegen die Ausgliederung der Freudenhäuser
aus der Innenstadt demonstriert“.
Unser Weg führt uns über den Karlsplatz, den so genannten
Stachus an den Türmen der Frauenkirche (98 und 99 Meter hoch)
vorbei an etlichen Brunnen, von denen einige sogar bei frost weiterlaufen
(München ist die „Stadt der 1000 Brunnen) wieder zum
Marienplatz. An sich ist München eine Stadt, in der man bei
genauerer Betrachtung Dinge sieht, die auf den ersten Blick untergehen.
Es gibt eine Menge versteckter Kirchen, die mitten in der Fußgängerzone
liegen, aber gut in das Stadtbild integriert sind.
18:30
Uhr:
Unsere Stadtführer begleiten uns noch bis in den Bahnhof der
Marienplatz, in dem sich dann unsere Wege wieder trennen. Nach einer
großen Verabknuddelei sind wir nun wieder auf uns gestellt
und fahren die paar Stationen zum Rosenheimerplatz.
Kaum aus der bah ausgestiegen schauen Tamara und ich auf unsere
Handys und entdecken eine Vielzahl an unbeantworteten Anrufen von
Steffi. Ich melde mich also bei ihr und sie bittet uns zu bleiben
wo wir sind, sie wäre gleich da, da wir noch die Kinokarten
abholen müssen.
18:45
Uhr:
Steffi ist da und nach der Begrüßungsknuddelei geht’s
auf zum Kino.
Die Zeit bis zum Start des Films verbringen wir mit dem Austausch
von Neuigkeiten bzw. Klaus muss erst einmal seinen Hunger stillen…
Es sei anzumerken, dass Steffi stolz berichtet, die Kinokarten über
das Internet bestellt zu haben, so dass sie Karten ganz weit hinten
bekommen hat. Wir sitzen allerdings genau im Gegensatz zu ihrer
Aussage ganz weit vorne, was wohl an dem Missverständnis ihrerseits
lag, bei dem sie die Leinwand mit der Rückwand vertauscht hat
;-)
22:30
Uhr:
Wir sind vollkommen begeistert von dem Film und dem süßen
Baby, dass wir am Liebsten gleich den zweiten teil schauen würden,
der bestimmt irgendwann kommt, allerdings jetzt noch nicht ?
Bevor es allerdings nach Hause geht, genehmigen wir uns auf Tollwood
noch einen Schlummertrunk „heißer Caipibär“,
was ziemlich genau einen heißen Caipirinha entspricht.
23:30
Uhr:
Von innen uns außen aufgewärmt schnappen wir unsere Schlafsäcke
und bereiten unsere Schlafstätten im Wohnzimmer vor…
Tamara und Dirk machen es sich auf den Couch bequem und ich auf
der Matratze auf dem Boden. Nach den Waltonmässigen Gute Nachtgrüßen,
erwähne ich noch, dass ich es nicht mag, im Schlaf mit Kissen
beworfen zu werden, sollte ich schnarchen, wobei ich natürlich
wieder missverstanden werde und Tamara versteht, sie solle mit „kleinen“
(keinen) Kissen werfen… *grinz*
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