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21.10.2007

München
   
Kurztrip

Tag 1

4:02 Uhr:
Ich höre wie ein Auto in die Einfahrt fährt und öffne auch sogleich die Türe, damit Tamara und Dirk weder hupen noch klingeln müssen, was zu dieser nachtschlafenden Zeit doch den ein oder anderen wecken könnte.

Da es Freitagmorgen ist, sind die Autobahnen frei und wir kommen gut voran.

7:30 Uhr:
Nun haben wir gut die Hälfte der Strecke geschafft und legen eine kleine Pipi-Frühstückspause ein.
So langsam wird es langweilig, aber glücklicherweise geht die Sonne auf und ich packe mein Buch aus.
Dirk bemerkt dies natürlich sofort und schlägt vor, dass ich einfach ein wenig vorlese, damit alle was davon haben.
So fahren wir also dahin… 3 müde „Kölner“… und beschäftigen uns mit der Geschichte vom „König der purpurnen Stadt“.

 


Auf gehts!!


Die Märchentante in ihrem Element

9:30 Uhr:
Nach ein wenig Verwirrung auf Grund von fehlenden Straßennamen auf den ausgedruckten Karten und einem zu kleinen Kartenausschnitt der Innenstadtkarte finden wir auf Anhieb die Straße, in der Steffis Mutter wohnt… unser zu Hause für die nächsten zwei Nächte.
Steffi meinte wir könnten hier überall parken, so lange wir einen Parkplatz finden.
Vor einem Blumenladen ist ein Parkplatz „frei“ – es steht lediglich ein kleines Transportwägelchen darauf, welches aber nicht sicher ist vor Tamaras Schiebungskünsten.
Da Steffi noch auf der Arbeit ist, müssen wir erst einmal auf eigene Faust die Stadt erkunden. Auf dem Weg zum nahe gelegenen McDonalds fliegen schon die ersten „Schneebälle“ (es liegt ein Hauch der weißen Pracht auf den Autodächern).

10:00 Uhr:
Halbwegs erfrischt folgen wir der Wegbeschreibung zur S-Bahnhaltestelle am Rosenheimer Platz und fahren mit der Begründung „Wir kaufen ja gleich ein Tagesticket“, die nächsten 2 Stationen schwarz, da am Marienplatz die nächste Touriinfo ist.
Nachdem wir diese zwischen den Buden des Weihnachtsmarktes gefunden haben, ist die Bedienung ein wenig verwirrt, da wir gerne Ermäßigung hätten und zwar nicht nur Gruppenrabatt, sondern auch die ADAC-Ermässigung und gleichzeitig auch noch Studenten- bzw. Arbeitslosenrabatt.
Sie war drauf und dran uns das Ticket gleich kostenlos zu geben, aber im Nachhinein sollte dann doch jeder 7,-€ für 3 Tage ÖPNV in Münchencity zahlen.

10:30 Uhr:
Da wir sowieso schon an einem zentralen Platz sind, fangen wir auch gleich hier an über den Weihnachtsmarkt zu gehen.
Wie auch schon an so manch einer anderen Nikolausfahrt sind auch heute die Temperaturen wieder ziemlich niedrig, so dass uns sehr bald sehr kalt wird *bibber*.
Wir lassen also keine Gelegenheit aus uns aufzuwärmen und fangen damit bei einem EPlusladen an. Tamara hat einige Gutscheine ausgedruckt, die nach einem Beratungsgespräch eine Weihnachtsmütze versprechen.
So kommt es, dass Dirk mit 2 Nikofrauen unterwegs ist…


Schau Mal da!

 

 

 

12:00 Uhr
Es hat zwar gerade erst zur Mittagsstunde geschlagen, aber wir sind alle so hungrig, dass uns gleich im Begleitheft zu unserer „Welcome Card“ erkundigen, wo wir welche Rabatte bekommen.
Kurz entschlossen wenden wir uns dem Hard Rock Cafe zu.
Dort soll es ab 10,-€ Verzehr ein Souvenir geben.
Wir essen uns also richtig satt und benutzen dreisterweise auch noch unsere 10% ADAC-Rabatt.
Da das Souvenir aber nur ein Kofferanhänger war, hat sich dieser Rabatt aber gut gelohnt.

14:00 Uhr
Zufrieden machen wir uns wieder auf den Weg durch die Straßen um den Marienplatz. Inzwischen hat sich auch FraHa gemeldet, ein Mitglied der SHGWGG, das hier wohnt und uns ein bisschen herum führen will. Er und Wuki sind in 30 Minuten am Marienplatz.

14:30 Uhr
Ohne Probleme finden wir die beiden trotz großen Gewimmels auf dem Platz und werden erst einmal herzlich Willkommen geheißen.
FraHa fragt auch gleich, was wir schon alles gesehen haben und wundert sich, dass ich München so wenig kenne, wo ich doch netterweise Tamara und Dirk bei mir wohnen lasse… „Sie wohnen noch nicht lange hier?!“ Ich schaue ein wenig verwirrt und Dirk klärt FraHa darüber auf, dass ich nicht die Unterkunft bin, sondern auch aus dem Kölner Raum komme.
Kurz entschlossen machen wir uns auf den Weg zu TollWood, einem alternativen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der „Wiesn“ vom Oktoberfest.

Wir machen uns also auf den Weg zur S-Bahn, nehmen die richtige Bahn und fahren los. Nachdem wir umgestiegen sind und insgesamt ca. 10 Minuten gefahren sind, kommen wir auf den „Theresien Wiesen“ an und sind überwältigt von der Größe des Platzes.
An FraHa ist ein Fremdenführer verloren gegangen. Er weiß sehr viel über geschichtliche Hintergründe und erzählt auch gleich über die „Bavaria“ eine Staue, die scheinbar über den großen Festplatz zu wachen scheint. Wuki möchte uns gerne auf die Statue führen, doch die Kälte und der schneidende Wind lassen uns vorzeitig Richtung TollWoodgelände umkehren.
Wir steuern sogleich ein Zelt an „Tief im Wald“. Hier sind Bäume aufgestellt und ahmen eine Waldidylle nach. Glücklicherweise ist das Zelt gut beheizt und die Latte Macciatos erledigen den Rest der Aufwärmarbeit.


16 Uhr:
Die neuesten Neuigkeiten sind erzählt und die weitere Tagesplanung (Essen und Schneekugelsuche) ist beschlossen.
Wir schauen uns also auf diesem alternativen Weihnachtsmarkt um und bewundern afrikanische Giraffen (aus Holz), lachen über das reichhaltige Angebot von Hundefutter und sehen mehr als genug Stände bei denen für das menschliche körperliche Wohl gesorgt wird. Ein Stand heißt „Schräglage“ und die Getränkekarte bestätigt gleich die Vermutungen, der Namensgebung.

Obwohl wir vor vielleicht 15 Minuten erst aus dem Wald gekommen sind, ist es schon wieder ungemütlich kalt und wir steuern neuerlich ein zelt an. In diesem nun ist ein Bazar, bei dem, wie draußen auch, alles Mögliche an Tinnef verkauft wird.

17 Uhr:
Das Bazarzelt ist abgearbeitet und nun, weniger aus Aufwärmgrünen, als ehr aus hungrigen Gründen ;-) geht es auch gleich wieder in ein anderes zelt… das Fresszelt.
Hier gibt es fast alles was das hungrige herz begehrt… Chinesisch, Crepes, Pommes, Bratwurst (0,5m lang)…
FraHa wählt die Bratwurst und die drei Kölner sind noch satt vom HardRockCafe, so dass wir uns nur staunenderweise mit ihm an den Tisch setzen und nicht umhin kommen, zwei Damen dabei zu beobachten einen „Korb für 2“ zu essen, in dem Nachos, Kalamares, Pommes, Hähnchenschenkel und Frühlingsrollen sind. Das sonderbare ist einfach nur, dass ein Korb, der für eine Person gedacht ist, schon für 2 ausgereicht hätte und die beiden nicht so aussehen, als wenn sie wirklich so viel essen könnten.
Es dauert auch gerade so lange, wie Wuki und fraHa brauchen um ihr essen zu verspeisen, da bieten uns die beiden Damen ihren noch dreiviertel vollen Korb an. Das Essen ist zwar nicht mehr ganz heiß, aber wir bekommen als Entschädigung auch noch die Pfandmünze für den Korb, die uns noch einen Euro Gewinn bringt.

17:30 Uhr:
Wiedermal gut gesättigt, machen wir uns nun auf die Suche nach dem Zelt, in dem Wuki so viele Schneekugeln gesehen hatte.
Wir haben nun auch nicht mehr viel Zeit, da wir bald bei Steffi sein müssen, denn „die Unglaublichen“ warten nicht auf uns…

18 Uhr:
Wir haben das Zelt verlassen und machen uns wieder auf den Weg zum Marienplatz, damit es nicht mehr ganz so weit zu Steffi ist und wir auch pünktlich bei ihr sein können. Sie hat sich zwischenzeitlich auch schon gemeldet und wollte sicher gehen, dass wir auch zeitig bei ihr sind…
Statt gleich bis zum Marienplatz zu fahren, steigen wir am Hauptahnhof aus und spazieren den Rest des Weges, um noch etwas von der Stadt zu sehen. FraHa fallen auch hier wieder Geschichten ein, die ihm unsere Aufmerksamkeit sichern. „Hier haben einst die prostituierten in ihrer Arbeitskleidung gegen die Ausgliederung der Freudenhäuser aus der Innenstadt demonstriert“.
Unser Weg führt uns über den Karlsplatz, den so genannten Stachus an den Türmen der Frauenkirche (98 und 99 Meter hoch) vorbei an etlichen Brunnen, von denen einige sogar bei frost weiterlaufen (München ist die „Stadt der 1000 Brunnen) wieder zum Marienplatz. An sich ist München eine Stadt, in der man bei genauerer Betrachtung Dinge sieht, die auf den ersten Blick untergehen. Es gibt eine Menge versteckter Kirchen, die mitten in der Fußgängerzone liegen, aber gut in das Stadtbild integriert sind.

18:30 Uhr:
Unsere Stadtführer begleiten uns noch bis in den Bahnhof der Marienplatz, in dem sich dann unsere Wege wieder trennen. Nach einer großen Verabknuddelei sind wir nun wieder auf uns gestellt und fahren die paar Stationen zum Rosenheimerplatz.
Kaum aus der bah ausgestiegen schauen Tamara und ich auf unsere Handys und entdecken eine Vielzahl an unbeantworteten Anrufen von Steffi. Ich melde mich also bei ihr und sie bittet uns zu bleiben wo wir sind, sie wäre gleich da, da wir noch die Kinokarten abholen müssen.

18:45 Uhr:
Steffi ist da und nach der Begrüßungsknuddelei geht’s auf zum Kino.
Die Zeit bis zum Start des Films verbringen wir mit dem Austausch von Neuigkeiten bzw. Klaus muss erst einmal seinen Hunger stillen…
Es sei anzumerken, dass Steffi stolz berichtet, die Kinokarten über das Internet bestellt zu haben, so dass sie Karten ganz weit hinten bekommen hat. Wir sitzen allerdings genau im Gegensatz zu ihrer Aussage ganz weit vorne, was wohl an dem Missverständnis ihrerseits lag, bei dem sie die Leinwand mit der Rückwand vertauscht hat ;-)

22:30 Uhr:
Wir sind vollkommen begeistert von dem Film und dem süßen Baby, dass wir am Liebsten gleich den zweiten teil schauen würden, der bestimmt irgendwann kommt, allerdings jetzt noch nicht ?
Bevor es allerdings nach Hause geht, genehmigen wir uns auf Tollwood noch einen Schlummertrunk „heißer Caipibär“, was ziemlich genau einen heißen Caipirinha entspricht.

23:30 Uhr:
Von innen uns außen aufgewärmt schnappen wir unsere Schlafsäcke und bereiten unsere Schlafstätten im Wohnzimmer vor…
Tamara und Dirk machen es sich auf den Couch bequem und ich auf der Matratze auf dem Boden. Nach den Waltonmässigen Gute Nachtgrüßen, erwähne ich noch, dass ich es nicht mag, im Schlaf mit Kissen beworfen zu werden, sollte ich schnarchen, wobei ich natürlich wieder missverstanden werde und Tamara versteht, sie solle mit „kleinen“ (keinen) Kissen werfen… *grinz*

Ägypten