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"Schweden,
wir kommen!" |
| 21.07.2003
02:30
(Steffi)
*gähn*
jetzt kann ich auch nicht mehr schlafen, also stehe ich direkt auf.
Ich dusche, zieh mich an und gönne mir noch schnell den letzten
deutschen Kaffee.
03:55
Und
los geht’s!!
Zur
gleichen Zeit in Niederkassel:
*in
einem Kilometer Entfernung klingeln in Lülsdorf zwei Wecker*
04:00
(Tamara)
*gähn*
Jippie, heut geht’s endlich los. Schnell hüpfe ich in
meine Klamotten, nachdem ich mich erfolgreich gewaschen habe und
frühstücke diesmal nicht, weil ich komischerweise um diese
Zeit noch keinen Appetit verspüre. Aber wenigstens mach ich
mir noch ein paar Brote, für das Frühstück in Hahn.
Gleich müssten ja auch die anderen zwei angedüst kommen
*aus dem Fenster schaut*…
04:00
(Silvia)
*mitgähn*
So, schnell aufstehen, damit ich noch alles geschafft kriege, bevor
Steffi kommt (die kommt ja eh immer zu früh). Felix will ja
sogar noch raus, also renne ich nochmal schnell mit ihm um den Block,
packe noch die Brote ein und fange an, mein armes, kleines Auto
zu bepacken *ächz*. Kaum geschehen, düst auch schon Steffi
auf die Auffahrt *hüpf weg* (welch ein Glück, dass sie
Licht an hatte, wahrscheinlich um sich schon auf Schweden einzustellen). |
| 04:45
*Tamaras
Tür geht auf*
„Huhu, einmal Taxi nach Schweden!!“ rufe ich.
Wir packen auch noch Tamaras Taschen in mein bis dahin noch nicht
ganz überfülltes Autochen, machen noch ein paar Fotos,
hüpfen ins Auto und düsen los! :) |
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...und
rein ins Auto
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06:45
Wir
lassen Steffi mit unserem Gepäck am Terminal zurück, um
einen schön gelegenen, kostenlosen Parkplatz zu finden.
Das ist auch kein großes Problem. Vorsichtshalber knipsen
wir allerdings trotzdem den Standplatz, um kein Risiko einzugehen,
wer weiß, wie es hier in einer Woche aussieht.
Jetzt fehlt nur noch der Shuttlebus zum Terminal, der uns natürlich,
vor der Nase wegfährt *grummel*.
Im
Nachhinein, ist das aber besser so, weil ich sonst meinen Schlafsack
vergessen hätte (der lag noch im Fußraum) *puh*. Glück
muss der Mensch haben.
Nach
gut 25 Minuten treffen wir wieder auf Steffi, die uns schon ungeduldig
erwartet.
Gemeinsam checken wir ein und warten auf den Abflug. |
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wir
warten auf den Bus...
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| 10:30
Wir landen
30 Minuten früher als erwartet in Nykoping und haben auch keine
Probleme, direkt an unser Gepäck zu kommen. |

"Jetzt
habe ich erst mal Durst!" |
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"Ich
auch!" *AAhh*
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Jetzt
heißt es Geld abheben bzw. umtauschen und das Auto abholen.
Wir
folgen den Schildern „car rental“ und werden an einen
Container geleitet (ganz nach Art „Peter Lustig“).
Nach einer langen Wartezeit (ca. 10 Minuten) sind wir endlich
an der Reihe.
Hmmm… ob die Corsagröße für unser Gepäck
ausreicht?! *grübel, hoff das es was Größeres
wird*
Der nette Herr am Schalter füllt alle Unterlagen aus und
Tamara muss 4-mal unterschreiben, damit wir das Auto auch wirklich
bekommen. Ein Toyota Corolla… „war das nicht ein kleines
Auto?“…
Auf dem Weg zum Parkplatz müssen wir den Schotterweg mit
unserem vollgepackten Gepäckwägelchen passieren. Alle
Nummernschilder werden abgesucht, bis wir vor einem großen,
blauen, neuen Kombi stehen. „COOOL, der hat sich geirrt…
na egal!! den nehmen wir.“
Hier
passt komischerweise unser Reisegepäck ein bisschen besser
in den Kofferraum und wir sitzen auch etwas befreiter, als in
meinem Fiesta.
Jetzt Klimaanlage an und los Richtung Stockholm, mal gucken, ob
wir das finden. :)
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groß,
geräumig, und kleiner Verbrauch... bisher nur 1822 km auf
dem Tacho

alles
drin und trotzdem geht der Kofferraum ohne Probleme zu
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11:00
Auf
der Autobahn fällt mir auf, dass nach 100 km ein Viertel des
Tankes schon leer ist *SCHOCK* und das bei dieser Fahrweise. Hier
fährt man entweder konstant 70, 90 oder 110 und jeder hält
sich genau dran (konstant bedeutet wenigstens für 50 km oder
so). Das heißt, sieht man jemanden auf der linken Spur, kommt
der nicht etwa mit einem Affenzahn vorbeigerauscht, sondern macht
einen langsamen Überholvorgang (vielleicht mit 5 km/h mehr). |
13:40
Wir
haben einen Parkplatz in Södermalm, einem Stadtteil von Stockholm
nahe der City, gefunden, wo das Parken noch relativ günstig
ist. Doch bevor, wir das Auto alleine lassen können, muss erst
mal Kleingeld her.
(Tamara)
Steffi und ich ziehen los, um einen 50 Krone-Schein in Münzen
zu tauschen. Zuerst versuchen wir es in einem Foto-Geschäft
„Hej, can you change this into coins, please?“ „No,
sorry!“
„Komisch, anscheinend muss man seine Fotos in Stockholm nicht
bezahlen.“
Dann probieren wir es in einer Pizzeria. Hier kennt man das Wort
coins nicht, denn der hilfsbereite, junge Mann will uns kleinere
Scheine statt Münzen geben. Wir schaffen es aber dennoch, ihn
dazu zu bringen, uns die gewünschten Münzen zu geben.
Und zwar 5 kleine unscheinbar wirkende Geldstücke „Will
der uns übers Ohr hauen?! Oh, das sind ja wirklich 50 Kronen!!“
Mit den nun vorhandenen Münzen machen wir uns auf zum Parkomat,
wo wir ein Ticket ziehen, dass wir zu Silvia und dem Auto bringen.
Nachdem
wir uns noch 3-mal davon überzeugt haben, dass der Wagen wirklich
nicht im Park- bzw. Halteverbot steht, machen wir noch einige Fotos,
um die Stelle auch im Notfall wieder zu finden. „Auf in die
Stadt!!“ schreie ich voller Freude. Nachdem wir noch rechtzeitig
selber festgestellt haben, dass wir bei Installateuren keine Informationen,
bzw. Straßenkarten erhalten, benutzen wir eben unsere eigenen
Karten. Wir haben ja nicht umsonst Reiseführer gekauft.
(Steffi)
Also rennen wir voller Elan los und hoffen, dass uns die Müdigkeit,
der vergangenen Reise schnell aus den Knochen weicht. Weil hier
alles recht übersichtlich ist, kommen wir schnell am Hafen
an und bewundern die hübschen Schiffe am Kai. *seufz* „Äääähööäm!
Ich bin voll kaputt!“ Glücklicherweise, sind auch die
anderen beiden nicht mehr zu riesig langen Wanderungen fähig
und wir entschließen uns kurzfristig eine kleine Bootstour
zu unternehmen, schließlich ist Stockholm ja das Venedig des
Nordens.
Um einen Ablegeplatz zu finden, bleibt uns also nichts anderes übrig,
als irgendwen zu fragen. Silvia quatscht also direkt einen Straßenverkäufer
an, der seltsamerweise auf gebrochenem deutsch den Weg erklärt
„Geh mal 10 Minuten spazieren. In diiiee Richtung *zeigt am
Pier entlang*“
Da der Elan nun doch erschöpft ist, schleppen wir uns den genannten
Weg entlang und finden dann nach einiger Zeit endlich, was wir gesucht
haben *freu*.
Ohne großartig nachzudenken, bezahlen wir doch glatt jeder
100 Kronen für eine einstündige Rundfahrt mit dem Thema
„Anno 1935“ (na Hauptsache sitzen).
So schön die Reise auch ist, die Müdigkeit, das Geschaukel
des Bötchens, das monotone Motorengeräusch und das Gebrabbel
der Reiseführerin lässt uns alle drei fast einnicken,
wobei jeder seinen Gedanken nachhängt und der armen Dame keine
Aufmerksamkeit schenkt.
Nach
dieser Erfahrung beschließen wir noch ein bisschen durch die
Innenstadt zu laufen, um wenigstens etwas von der Hauptstadt Schwedens
gesehen zu haben. Dabei merken wir uns einige interessante Geschäfte,
für nächste Woche Montag (unser Abreisetag, an dem wir
uns erneut in Stockholm aufhalten werden).
Von
Hunger geplagt treibe ich die anderen Beiden dazu mal etwas essen
zu gehen. Nachdem wir uns bei vielen schwedischen Restaurants auf
Grund der Preisliste gegen sie entschieden haben, sind wir schlussendlich
doch in einem schottischen Feinkostrestaurant (McDonalds) gelandet.
Das Essen schmeckt dort, wie zu Hause, allerdings ist es ketchuplastiger,
da es ihn dort kostenlos gibt.
Nicht kostenlos ist dort die Verrichtung eines dringenden Bedürfnisses.
Ganze 5 Kronen, also ca. 50 Cent, muss man bezahlen, wenn man die
Türe zur nicht gerade sauber zu bezeichnenden Toilette verschließen
möchte. Aber wir als arme Studenten haben natürlich clevere
Ideen. Zwei schieben Wache und halten andere wibbelnde Gäste
davon ab, die kurzzeitige Ruhe des stillen Örtchens zu stören.
Auf
dem Rückweg zum Auto, machten wir einen Zwischenhalt bei einem
Coop Konsum (einem Supermarkt), um uns mit Getränken für
die lange Fahrt und Frühstücksartikeln einzudecken. |
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hier
haben wir geparkt, hoffen wir, dass das Auto noch da ist, wenn wir
zurückkommen...

der
Blick auf den Hafen von Stockholm

"Wow,
schau Dir das an, ich kann das Gelände fast wegschieben."

Eine
Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...
endlich
sitzen und die Aussicht ist auch klasse

"Hey,
knips nicht, sondern hör der Frau lieber zu!"

eine
der Einkaufsstraßen Stockholms |
17:00
(Silvia)
Nun
heißt es raus aus Stockholm und auf Richtung Jagdhütte.
Doch um einen Ausweg aus Stockholm zu finden, bedarf es einigen
Suchens nach der Auffahrt für die Autobahn. Nach ein oder zwei
Ehrenrunden durch die City, mitten in der Rush Hour (ein Verkehrsaufkommen
wie in Köln sonntags um 10 Uhr früh), schaffen wir es
die Autobahn zu erreichen.
Wegen des horrenden Verbrauchs unseres fahrbaren Untersatzes, steuern
wir, nachdem wir die nähere Umgebung von Stockholm verlassen
haben, erstmal eine Tankstelle an. Dort stellen wir fest, dass wir
für die bisher zurückgelegten 120km nur 6 Liter tanken
müssen. Verwirrt schauen wir uns den Bordcomputer etwas genauer
an und erkennen, dass es nicht 12 l auf 100km sind, sondern 12 km
pro Liter :) *freu* „Mensch, was haben wir für ein sparsames
Auto…
Die
nächsten 200km fährt uns Tamara Richtung Los, während
ich noch einige Fotos knipse und Steffi begeistert mitfährt.
Beim Fahrerwechsel, mitten in der Pampa, die hier nicht schwer zu
finden ist (500m weiter wäre ein Rastplatz gewesen), trinken
wir etwas und machen noch mehr Fotos ;)

"Da
schau, da ist der Rastplatz und wir stehen in der Pampa".
Nach gut 180km finden wir auf Anhieb Bernds Hütten und lassen
uns erst mal richtig von Mücken verfolgen.
Einer
Inspektion der Jagdhütte folgt die Besichtigung der Scheune,
des Bunkers und des Haupthauses.
Alle nötigen, lebenswichtigen Anlagen werden eingeschaltet
und unsere Mückenparanoia steigt bis aufs Äußerste.
Nebenbei haben wir auch noch Visionen von grinsenden Wölfen
die über Terrasse reinkommen (ständiges Wolfsgeheul aus
geringer Entfernung).
Nach
dem Duschen und Begutachten der 265 Fotos gehen wir endlich schlafen
(es ist doch glatt schon 1 Uhr).
Tamara
und ich dürfen sogar unter dem Moskitonetz schlafen.

"Hallo
Deutschland, wir sind da!"

"Hier
sind wir sicher vor den Blutsaugern!"
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es
ist warm und wir verbrauchen auch nicht viel Sprit *freu*

"festis...
es schmeckt so schlecht und künstlich wie es aussieht"

500
Meter weiter, hinter der Eisenbahn

"Schaut
her, ich hab ein Schwimmbad gefunden!"

Die
Jagdhütte

Das
Haupthaus

Ein
Blick in den Bunker
Hier ist es kalt, dunkel und hier gibt's auch Spinnen |
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