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"Geräusche
unter'm Fenster"
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24.07.2003

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08:00
(Silvia)
„Tock,
Tock, Tock… Schubber, Schubber, Schubber“
Was ist das denn für ein Geräusch? Gerade als ich mich
noch mal rumdrehen will, höre ich seltsame Geräusche
unter dem Schlafzimmerfenster. Weil Tamara sich gerade umdreht
und damit so viel Krach macht, dass ich sonst nix mehr höre,
mache ich sie auch auf das Geräusch aufmerksam. Ich gehe
raus und versuche das mysteriöse Etwas zu knipsen, was mir
dummerweise nicht gelingt.
Nach
dem allmorgendlichen Frühstück mit Brot, Brötchen,
Marmelade, Käse, Wurst, Milch, Honig und Tee, fahren wir los
nach Järvsö in den Wildpark mit dem längsten Holzgehsteig
Europas. |
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"Hilfe,
da sind Geräusche unterm Fenster" |
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Dort
finden wir endlich unsere heißersehnten Elche und Wölfe
und Rentiere und Bären und noch ganz viele andere Tiere. Sogar
Tamara, der Luchs, war im Käfig, die sich leider nicht gezeigt
hat :( . Dort machen wir schöne Fotos für unsere Page
und fahren wieder zurück.
Ein Zwischenstopp in Färila füllt unseren Tank und wir
kaufen noch ein paar Lebensmittel ein. |
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Die
Kinder beim Kuhknuddeln |

Ein
Babyelch

"Lecker,
Kaffee und Kuchen in einem!"

"Spaghettiiii!"

"So,
ganz vorsichtig zusammenrollen..."

"Komm
mit, jetzt geht's zu den Wölfen!"

"Gleich
fress ich Dich!"

Hier
lebt auch Tamara! (Rollover) |
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Rudolph,
the red nosed Reindier

"Na
dann guten Hunger!"

"Charly,
guck Dir die zwei an!"

"Rauchen
im Wald, tztztz..."

"Immer
diese Menschen!" (Rollover)

"Ich
seh Dich!" (Rollover)

So
soll sie angeblich aussehen |
17:00
Nach
einem kleinen Imbiss aus Melone und Ü-Eiern, waschen wir noch
ein paar T-Shirts und setzen uns hin, um das Tagebuch weiter zu
schreiben. Währenddessen klingelt des öfteren Steffis
Handy, bis sie es leid ist und ran geht, weil es ja was Wichtiges
sein muss. „Hallo, OMA!! ... Ja mir geht es gut!! ... Auch
das Wetter ist schön, aber der Anruf ist teuer… Ja wirklich…
bis nächste Woche!“

"Nass
genug ist es auf jeden Fall!" |
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"Na
hoffentlich wird es wieder sauber." |
19:30
(Tamara)
Heute
wollen wir endlich mal Elch essen gehen *freu*. Also machen wir
uns auf den Weg zum Vildmarkscenter (Restaurant) in Hamra ca. 15
km von Los entfernt. Schon richtig hungrig *grummel, auf meinen
Magen schau*, stelle ich mir schon das leckere Essen vor. „Wie
Elch wohl schmeckt?“ *überleg*.
„Wir sind in Hamra, guckt mal, ob ihr was seht!“ kommt
von Silvia, die ins Dörfchen reinbraust. Ziemlich direkt sehen
wir einen Wegweiser, aber da wir zu schnell waren, muss Silvia an
der Informationsstation wenden. Wir fahren den kleinen Schotterweg
und den Berg hoch und suchen nach dem Restaurant. An einem größeren
Platz finden wir ein Gebäude, das dem Bild des Wegweisers entspricht.
Wir hüpfen aus dem Auto und wundern uns, denn es sieht irgendwie
verlassen und … unordentlich?! aus. Aber wir lassen uns ja
so schnell nicht abschrecken und machen uns auf den Weg Richtung
Eingang. Dort werden unsere schlimmsten Befürchtungen war…
GESCHLOSSEN!. „Essen die Abends denn nix?“ kommt von
Steffi. Wir überlegen und diskutieren, ob wir es wagen sollen
uns um 20 Uhr noch auf den Weg zu einer weiter entfernten Ortschaft
zu machen, um auf gut Glück ein anderes Restaurant zu finden. |
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"Hier
kommt der Lebensmittelexpress!" |
Erst
einmal suchen wir komplett Hamra ab und wenden des öfteren
mitten auf der nach schwedischer Art befahrenen Hauptstrasse (also
gar nicht). In einem Garten steht eine für schwedische Verhältnisse
ungewöhnlich junge Frau (40-50), die ihre Wäsche aufhängt
und wir nutzen die Gelegenheit sie nach dem Weg zu fragen. Sie ist
völlig verwirrt, weil sie kein Wort Englisch oder Deutsch spricht
und schüttelt nur geschockt den Kopf (sind wir denn so schrecklich?).
Wir beschließen zuerst mal wieder zurück nach Los zu
fahren, weil es auf dem Weg nach Färila liegt, der nächsten
Ortschaft, in der wir ein Restaurant vermuten. Dort angekommen,
sehen wir erneut Wegweiser nach Hamra in das Elchrestaurant. Wir
wenden nocheinmal und stellen uns auf eine Einfahrt vor den Wegweiser,
um eventuell genauere Informationen zu erfahren. Außer der
Telefonnummer finden wir nichts. „Wer ruft an?“ frage
ich ein wenig unsicher. Nach langem Zögern wähle ich für
Silvia die Nummer und sie spricht nach einigem Warten ein paar Worte
auf Englisch. „Can you tell me the Opening Times, please?“
fragt sie. Nach erneutem Lauschen fragt sie mich nach meiner Handynummer.
Sie gibt sie durch… „when will you call back?“…
„Oh, ok! … Do you know if every Restaurant here in Sweden
is closed in the evening?”… “OK, you don’t
need to call back. Thanks for your help! Bye!”. Jeder kann
sich nun denken, was das Ergebnis war, kein Restaurant hat in Schweden
abends geöffnet. Außerdem weiß der gute Mann nicht,
wann sein eigenes Restaurant offen hat und müsste dafür
seine Frau befragen, die dummerweise gerade nicht zu Hause ist und
erst in den nächsten zwei Stunden zurück erwartet wird.
Nach diesem ernüchterndem Ergebnis unseres Telefonats, machen
wir uns immer noch hungrig und enttäuscht auf den Weg zurück
zur Hütte und ich bastele uns aus den vorhandenen Zutaten ein
super Mahl, das aus Nudeln und Tomatensoße mit Champignons,
Zwiebeln und Käse besteht. Hierzu gibt es wieder mal eine Flasche
Wein. |
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21:30
Gesättigt
packen wir nun die Karten aus und nach einer beinahe Prügelei
einigen wir uns auf das Spiel „Bohnanza“.
Nach den spaßigen 45 Minuten labern wir noch ein bisschen
rum. Beziehungsweise ich werde von Steffi und Silvia mit Einzelheiten
aus GZSZ und Unter Uns gequält. Nach mehrmaligem Fragen, ob
ich nun endlich ins Bett dürfe, haben sie gegen 0 Uhr ein Einsehen,
weil sie selbst müde sind und ich gehe vollkommen fertig, verwirrt
von den Namen und mit der Befürchtung von GZSZ zu träumen
ins Bett und mummele mich in meinen Schlafsack ein.
Nach 5 Minuten rumpelt es draußen, geschockt wage ich es nicht
mich zu bewegen und frage Silvia, ob sie das Geräusch auch
gehört hat. Sie bestätigt meine Vermutung und wir tippen
auf den Bären, der gerade die Mülltonnen durchwühlt.
„Brummm…!!!“ kommt es von irgendwo her. Erst nachdem
wir von oben ein Poltern hören, wird uns klar, dass Steffi
oben in ihrem Schlafsack randaliert und fragen sie was sie da macht.
„Ich habe ein Monster getötet! (Schnake)“ ruft
sie stolz „und jetzt klebt es an meinem Buch.“
Beruhigt und glücklich, dass es nichts Gefährlicheres
war, schlafe ich ein und lande im Land der Träume…
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"Gnade!!
Kein GZSZ mehr..." |
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