|
"Tamara
und die Honda" |
25.07.2003

|
08:00
(Silvia)
*gähn*
Hey, wenigstens mal bis acht Uhr geschlafen.
Tja, ich warte wieder mal ein paar Minuten bis auch die anderen
wach sind und wir nehmen nach ausgiebigen Körperreinigungsaktionen
unser Frühstück ein. Wir quatschen noch ein bisschen über
Schule und Steffis Geschwister. |
11:00
Heute
fahren wir mal nach Gävle, die größte Stadt in Mittelschweden.
Auch Schwimmsachen packen wir ein, um auf dem Rückweg eventuell
in Hudiksvall am Meer mit Sandstrand ein bisschen Schwimmen zu gehen.
Da die Fahrt gut 200 km für eine Strecke beträgt, wird
es nach und nach langweilig. Die Strassen sind völlig leer
und sehen alle gleich aus. So kommt es, dass ich mir die Zeit damit
vertreibe, das Auto auf der Mittellinie zu zentrieren. Nach mehreren
Testläufen, weiß ich nun, dass scheinbar mein rechter
Fuß auf der Mittellinie sein muss, damit das Auto genau auf
der Mitte fährt *merk* (der nächste Auspuff, den ich mitteln
muss, hat keine Chance mehr :) ). |
|

Warmes
Wetter, wenig Verbrauch, einfach klasse |
13:30
Wir
kommen in Gävle an und parken erst mal am Bahnhof, um zur Touristeninfo
zu laufen. Für nur 1,- € die Stunde ist das sogar recht
günstig.
Dort fragen wir auf Englisch, ob die Dame eventuell ein gutes Elchrestaurant
in der Nähe kennt. Auf bestem Englisch antwortet sie, dass
es so etwas hier nicht gebe, weil im Moment auch keine Elchsaison
sei, aber eine halbe Stunde entfernt gebe es einen Laden, in dem
man Sandwichs mit Wildfleisch bekommen kann. Sie ruft dort sogar
an und kann uns dann mitteilen, dass es dort auch Elchbrote gibt.
Da wir aber auch mal in einem Restaurant essen möchten und
jetzt auch großen Hunger haben, suchen wir uns beim Bummeln
durch die City eines direkt am großen Marktplatz. Die Bedienung
ist sogar so nett, uns die ausschließlich schwedische Speisekarte
auf englisch zu übersetzten (auch wenn wir das schon so verstanden
haben… wir sind halt freundlich und lassen sie arbeiten)
Letztendlich bestellen wir uns Hühnchen, Lachs und Steak und
lassen es uns dann schmecken.
Nach dem Bezahlen mit der Kreditkarte, schauen wir uns noch die
Stadt an und beschließen nebenbei ein Rubbellos zu kaufen.
Wir stürmen in den Lottoladen und versuchen der Frau auf Englisch
unser Anliegen verständlich zu machen. Auf Deutsch gibt sie
uns Ratschläge, aber leider errubbeln wir uns nur eine Niete. |
|

Eine
Einkaufsstrasse in Gävle

ein
Brunnen in einem Park... |
15:30
(Tamara)
Nun
fahre ich weiter Richtung Hudiksvall, wo wir schwimmen gehen, falls
sich das Wetter dort oben im Norden bessert (es regnet grad aus
Kübeln). Noch in der Innenstadt von Gävle stehe ich an
der roten Ampel neben einem Motorrad (Honda), dessen Fahrer mit
dem Gas spielt. Aus versehen fahre ich bei grün mit zu viel
Gas langsam los und von hinten kommt noch „Willst Du jetzt
die Honda abhängen?“ von Steffi.
In Hudiksvall finden wir sogar nach viel Sucherei und der Umrundung
einer Kirmes den lang ersehnten Sandstrand. Leider lässt das
Wetter Schwimmen nicht zu, aber wenigstens waren wir mal dort. Auf
dem ansässigen Campingplatz finden wir dann auch die Blockhütten,
die uns eventuell bevor gestanden hätten, ohne Bernds Jagdhütte
:), die um einiges besser ist *freu*.

"Hasch
mich, ich bin der Bär!" |
|

Ostseestrand
mit hartgesottenen Schwimmern

Sonne,
Meer und Strand... jetzt bist DU neidisch, was?! |
Die
ständigen „Farthinder“ (riesige Bodenwellen) in
den einzelnen Dörfchen nerven mich ziemlich, weil sich die
zwei anderen beschweren, wenn ich da zu schnell drüber fahre.
Während ich mich voll und ganz aufs Autofahren konzentriere
;) schaut sich Silvia die Autobedienungsanleitungsbilder an und
interpretiert sie auf ihre Art. Sie kommt darauf, dass kleine schwarze
Trolle, die sich dem Auto nähern, von der Fahrertür weggeschleudert
werden und mit Stromschlägen, die aus der Windschutzscheibe
und Schallwellen, die aus den Front- und Heckscheinwerfern kommen
zurückgeschleudert werden.

Der
Troll
Nun
da wir in Färila sind, tanken wir noch fix und kaufen die wirklich
allerletzten Sachen, die wir noch brauchen ein. Auch hier bezahle
ich mal mit Kreditkarte und muss nun auf die dritte Art bestätigen,
dass es wirklich meine ist. Die Dame möchte nämlich meine
Personalausweisnummer, die sie auf meinem, für sie, ausländischen
Ausweis, nicht findet, haben.
Zu
Hause angekommen, wird noch ein ausgiebiges Abendessen eingenommen
und wir beschäftigen uns mit Lesen und Tagebuch schreiben. |

Unser
Eintrag in das dortige Gästebuch
|
|
|
|
|