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"Spinnen
und Elche" |
26.07.2003

Die
Kobaldgrube in Los
09:00
(Tamara)
*gähn*
Oh wie schön… endlich mal ausgeschlafen *streck*
Silvia steht auch gerade auf und ich mummele mich noch was in meinen
Schlafsack ein, um die morgendliche Ruhe zu genießen. „Iehh,
da klettert eine Spinne an der Wand hoch!“ kommt quietschend
von ihr. „Und da“, sie zeigt ans Fußende des Bettes,
„liegt auch eine Vertrocknete! Hoffentlich ist sie auch tot.“.
Daraufhin kann ich nur müde philosophieren: „Auch eine
vertrocknete Spinne ist eine tote Spinne!“
Da
wir uns für heute nur kleine Sachen vorgenommen haben, ist
genug Zeit für ein langes gemütliches Frühstück
mit Musik und ein paar Baguettes. |
11:00
(Steffi)

"Da
gehen wir jetzt rein"
(Rollover)
Nun
da wir mit allen morgendlichen Aktivitäten fertig sind, machen
wir uns auf zu den Kobaltgruben, die direkt hier im Ort Los zu finden
sind.
Ein kurzer Trip mit dem Auto an der Bäckerei vorbei und wir
sind schon da. Von außen kann man schon direkt erkennen, dass
es sich um eine Mine handelt. Auf dem Parkplatz steht gerade mal
ein weiteres Auto. „Mensch Hochbetrieb hier!“ meint
Silvia.
Wir
gehen den kleinen Schotterweg entlang und kommen in die Vorhalle.
Dort steht ein glatzköpfiger (oder wenigstens fast kahler)
Schwede mittleren Alters. Er begrüßt uns herzlich und
freut sich, als er herausfindet, dass wieder mal Leute aus Deutschland
da sind. In einer kleinen Unterhaltung auf Englisch erklärt
er uns, dass es eine Führung in die Grube gibt und wir uns
ruhig schon mal umschauen können, bis die anderen Besucher
aus dem Diaraum heraus kommen. Bevor es losgeht, rät er uns
auch noch eine Jacke oder einen Pullover anzuziehen, da es ja recht
kühl werden kann in den Höhlen.
Nach kurzer Zeit geht es los. Jeder von uns muss einen blauen Helm
aufziehen und unser Guide führt uns in die Tiefe.
Zweisprachig erzählt er von Kalkadern, neben denen man Kobalt
findet, wobei die Minen eigentlich für Kupferabbau gedacht
waren. Nebenbei erfahren wir, dass 1751 Axel Frederic Cronstedt
Nickel als neues Grundelement gefunden hat und das hier in dem kleinen
Örtchen mitten in Schweden. *staun*
Am Ende der Führung zeigt uns der Guide noch zwei Bilder an
der Wand und fragt uns, ob wir die kennen, da sie von einem Deutschen
sind. Ohne groß zu zögern sagt Silvia, sie seien von
Wilhelm Busch aus der Geschichte Max und Moritz (was hat das denn
mit Bergbau zu tun? *grübel*). Auch Tamara stimmt ein und der
Schwede ist überglücklich, dass wir was dazu sagen können.
Er hat dummerweise einen anderen Namen drunter stehen: „He’s
perhaps made the pictures!“ sagt Silvia darauf.
Im Nachhinein ist uns aber aufgefallen, dass es sich tatsächlich
nicht um Bilder aus „Max und Moritz“ handelt *lach*.
Wenn der arme Kerl das nun den nächsten deutschen Touristen
erzählt, wird er aber staunen. |
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"Juchuh,
auf in die Höhlen!"

"Kkkalttt!!"

"...der
Abgrund, unendliche Weiten..."

"Immmmernoch
kkkalttt!!!" |

"Holzwerkzeuge,
die kann ich in der Arena auch machen" |
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"Mensch
hatten die kleine Füße" |
12:30
(Silvia)
Nach dem Höhlenabenteuer wollen wir nun noch die berühmten
Voxnanfälle sehen. Bernd hatte bei unserem Treffen so davon
geschwärmt, dass wir uns dass nicht entgehen lassen dürfen.
Gestern auf dem Weg nach Gävle ist uns auch schon das entsprechende
Schild „Samuelsfallets“ ins Auge gefallen, so dass es
ja kein Problem sein dürfte diese nun zu finden.
Am Schild angekommen biegen wir in einen kleinen Feldweg ein und
merken recht schnell, dass es hier nur zu ein paar kleinen Häuschen
geht und der Fluss völlig ruhig in seinem Bett entlang fließt.
Aber wir geben ja nicht direkt auf, also fahren wir eine Strasse
vorher in den Wald, weil man auf der Karte sehen kann, dass dieser
Weg zum Fluss führt und sonst nichts Entsprechendes zu finden
ist.
Hier ist der Weg auch nur ein Feldweg bzw. Waldweg, wo der ein oder
andere Stein aufgewirbelt wird. Am Ende angekommen steht ein einsames
Hüttchen, auf dessen Terrasse ein älteres Ehepaar sitzt
und frühstückt oder Mittag ist?!
Völlig verwirrt, dass sie jemand an diesem abgelegenen Ort
besucht schauen sie in unsere Richtung. Ich steige aus und merke
schnell, dass sie weder deutsch noch englisch sprechen. Mit Händen
und Füssen versuche ich ihnen klar zu machen, was wir suchen
und der alte Schwede meinte nur, wir sollen doch auf die Karte ein
paar Meter weiter am Flussufer schauen.
Aber auch nachdem Tamara und ich diese gründlich studiert haben,
finden wir nichts was auf Wasserfälle hinweist (es waren nämlich
nur Fischbilder drauf).
Also fahren wir langsam auf dem Weg zurück, den wir auch schon
gekommen sind. Damit die Fahrt nicht ganz umsonst gewesen ist, halten
wir öfters mal an, um die großen Findlinge, die noch
aus der Eiszeit übrig geblieben sind, auch auf Fotos festzuhalten.
An einer Stelle saust dann plötzlich eine schwarz/rote Wespe
ins Auto. Tamara und ich wollen sie natürlich erst verjagen,
bevor wir weiterfahren, aber Steffi ruft dann: “Schnell, da
kommt ein ganzer Schwarm, jetzt sind schon vier drin“. So
schnell wie möglich, fahre ich also los. Drei der Viecher fliegen
von selbst wieder raus, aber eine ganz hartnäckige wird noch
von Steffi erlegt und vertrocknet nun im Kofferraum.
Im Rückspiegel sehe ich übrigens immer wieder mal eine,
die noch gegen die Heckscheibe fliegt...
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Natur
pur

Findlinge
aus der Eiszeit

"Ich
krieg Dich, ich krieg Dich!!" |
14:00
(Tamara)
Endlich
wieder feste, geteerte Straßen unter den Reifen geht’s
jetzt auf nach Hamra zum Elchessen. Da wir ja jetzt wissen, dass
die Schweden nur zwischen 12 und 18 Uhr ihre Restaurant geöffnet
haben, schauen wir jetzt mal, ob uns das Glück heute hold ist
und uns nicht wieder ein „Closed“ Schild erwartet.
Wir fahren auf den Parkplatz und direkt fällt uns auf, dass
alles etwas freundlicher erscheint. Sogar ein weiteres Auto parkt
direkt neben uns und die Insassen sehen auch nach hungrigen Touristen
aus.
An der Theke frage ich, natürlich auf Englisch, mit der typischen
Klausel, ob eventuell deutsch gesprochen wird, was leider auch hier
vehement abgewährt wird, ob man Elch bekommen könnte.
„One moment, I have to look for it.“ sagt sie und läuft
in die Küche. Einen kurzen Moment später versucht sie
uns zu erklären, dass sie sowohl Elchsteaks (beaf) als auch
Elchgeschnetzeltes (something like Kebap, but very different) anbieten
könne.
Steffi und Silvia nehmen das Geschnetzelte und ich versuche mich
an dem Steak. Während wir hungrig auf die Hauptspeise warten,
bedienen wir uns am Salatbuffet, das aus grünem Salat, Tomaten,
Gurken, Knäckebrot mit Butter und Zwiebeln besteht. Leider
fehlt das Dressing, aber wenigstens kann man so oft nehmen wie man
möchte.
Ziemlich schnell kommt auch unser Elch und uns schmeckt es richtig
gut. Bisher ist uns noch kein Elch in freier Wildbahn begegnet,
dafür haben wir ihn jetzt gegessen *freu*.
Auf
dem Rückweg kommen wir an eine Brücke, die den Voxnan
überquert und kurzerhand beschließen wir, kurz anzuhalten,
um die dortigen Stromschnellen zu bewundern. Jetzt haben wir zwar
nicht die Wasserfälle gesehen, aber auch dies war einen Blick
wert.

Der
Voxnan

"Das
wird mal ein Weihnachtsbaum" |
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Salat
mit Knäcke

Elchsteak
(Rollover)

Elchkebap
(Rollover)

"Ich
glaub ich ess 'nen Elch..." |
16:00
(Steffi)
Ein
Blick in den Himmel und ich befürchte, dass aus unserem Grillabend,
an dem wir die Würstchen vernichten wollen nichts wird. Aber
weil es ja noch nicht regnet, fangen wir einfach an das Lagerfeuer
anzufachen und lassen uns überraschen, ob sich das Wetter vielleicht
doch hält.
Endlich
haben die Holzscheite, die vom letzten Mal in der Schubkarre übernachtet
haben Feuer gefangen und Silvia und Tamara fangen auch gleich wieder
ihre Kokelspielchen an. Nach kurzer Zeit holt Silvia die Marshmallows
und es wird erst mal ein bisschen was Süßes gegrillt.
16:30
Der
Himmel verdunkelt sich immer mehr. Man kann von weitem schon den
Donner hören, aber wir bleiben tapfer am Feuer sitzen und hoffen,
dass es einfach genug Wind da oben gibt, der den Regen direkt wegpustet.
„Das hört sich an, als würde es da hinten im Wald
regnen.“, sagt Tamara skeptisch in die Runde. „Ach was,
das ist nur der Wind!“, bleibe ich ganz optimistisch, „man
kann doch den regen nicht kommen hören!“. Eine Minute
später werde ich vom Gegenteil überzeugt und wir laufen
von dicken Regentropfen vertrieben ins Haus.
Da das Feuer immer noch brennt, müssen wir es ja im Auge behalten,
also lassen wir die Fronttür auf, stellen uns drei Stühle
an den Eingang und beobachten, wie der Regen ganz langsam, aber
sicher die letzten Flammen und die Glut bezwingt. Sicherheitshalber
laufe ich noch mal mit einem Eimer Wasser an den Steinkreis und
lösche unseren Grillversuch endgültig.
18:00
Na
toll, jetzt scheint sogar die Sonne wieder. Was soll’s kochen
wir halt drin, noch mal legt uns das schwedische Wetter nicht rein |
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"Ich
geb Gas, ich hab Spass..."

"Joa,
der ist gut"

"Schau,
so macht man das!" |

Tamara
spielt mit Sandor (Rollover)
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